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Die Schulhausumgestaltung ist ein Großprojekt in der Marktgemeinde Kirchseeon.

Kosten steigen und steigen

Kirchseeoner Pausenhof „nervt“

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„Es nervt“, machte SPD-Gemeinderat Sven Bittner seinem Ärger Luft. „Wir in der Fraktion sind äußerst unzufrieden.“ Im Gremium war man sich einig. „Ich kann mich dem nur anschließen“, sagte Bürgermeister Udo Ockel (CSU). Es geht um gestiegene Kosten beim Pausenhof der Schule.

Kirchseeon – Der Grund für den fraktionsübergreifenden Unmut: Die Umgestaltung des Pausenhofs der Schule in Kirchseeon wird deutlich teuerer als bisher geplant. Das Landschaftsarchitekturbüro Freiraum hatte mit rund 433 000 Euro gerechnet. Nach dem Ergebnis der Ausschreibung sind es nun rund 589 000 Euro, also etwa 35 Prozent mehr.

Den Grund für die deutliche Steigerung sieht das Planungsbüro in einer schriftlichen Stellungnahme im „derzeitigen konjunkturellen Umfeld“ begründet. Das würde sich auch in der geringen Beteiligung von Firmen an der Ausschreibung widerspiegeln, die trotz anfänglichem großen Interesse sowie Zusagen zur Beteiligung kein Angebot abgegeben haben. Tatsächlich haben sich beim größten Brocken des Auftrages, den Tief-, Verkehrswege und Ingenieurbau, nur zwei Unternehmen beteiligt.

In der derzeitigen Konjunturphase am Bau sei es eben schwierig, gab Siegfried Seidinger (CSU) zu bedenken. Das hätte man vor zwei, drei Jahren auch schon wissen können, konterte Bittner.

Das Großprojekt an der Schule Kirchseeon mit Gesamtkosten von über sieben Millionen Euro war vor über einem Jahr Streitthema gewesen. Es ging um Mehrkosten von rund 400 000 Euro im Vergleich zur genehmigten Planung. Der Anstieg habe zum Teil direkt, zum Teil indirekt mit dem Pausenhof zu tun, wie Bauamtsleiter Robert G. König damals gegenüber der EZerklärte. Unter anderem geht es, weil die Anböschung vor der Mensa flacher werden sollte, um bodentiefe Fenster und eine zusätzliche Dämmung der Wand. Ferner fällt wegen der geänderten Planung eine Verlegung der Nahwärmeleitung an. Und auch die Beleuchtung ist ein Thema.

Die Gemeinderäte waren geschockt, eine Entscheidung wurde vertagt. Es gab einen Ortstermin. Drei Wochen später, Ende Februar 2017, stimmte der Gemeinderat der veränderten Planung mit „Magenschmerzen“ zu. Nur die SPD votierte damals dagegen. Angesichts der erneuten Kostensteigerung hieß es jetzt aus der UWG: „Wenn wir diese Zahlen vergangenes Jahr gehabt hätten, hätten wir nicht zugestimmt.“

Kommentar von Ockel: „Ich kann es jetzt auch nicht ändern.“ Er verwies darauf, dass man inzwischen schon viel Geld investiert habe. Schließlich schluckte der Gemeinderat die Kröte und vergab die Aufträge.

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