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Verkehr durchs Nadelöhr am Spannleitenberg in Kirchseeon.

Nach vorläufigem Aus für die Südumfahrung

Kirchseeoner SPD sauer auf "Minderheit"

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Kirchseeon - Die Nachricht, dass eine B-304-Ortsumfahrung nach Veröffentlichung des neuen Bundesverkehrswegeplans in weite Ferne gerückt ist, hat tiefe Enttäuschung bei der Kirchseeoner SPD ausgelöst. Die Genossen sind sauer auf die "Minderheit", die gegen die Straße war.

Nicht nur, weil die Anwohner der B 304 weiterhin dem Verkehr und dem dadurch verursachten Lärm und den Abgasen ausgesetzt sein werden. Auch nicht nur, weil die Schulkinder an der B 304 nahezu unter Lebensgefahr die Bundesstraße überqueren müssen, wenn sie zum Schulbus oder nach Hause möchten. Für uns ist es nicht akzeptabel, dass unser Ort in Berlin zum Stillstand verurteilt wurde, weil es nicht gelungen ist, ein einheitliches Meinungsbild zu signalisieren“, schreibt 2. Vorsitzende Diana Thalhammer.

Schon vor Jahren seien parteiübergreifende Arbeitskreise gegründet, Konzepte entwickelt und ein Bürgerentscheid durchgeführt worden. Mit demokratischen Mitteln sei von der Mehrheit der Bürger die Entscheidung für eine Südumgehung getroffen worden. Für die mehr als 50 Prozent der Bürger, die sich für eine Südumgehung ausgesprochen hätten, sei die Situation, dass der Gemeinderat dem Druck der Minderheit stattgegeben habe und mit einer zusätzlichen aussichtslosen Variante, dem Tunnel, ins Rennen gegangen sei, nun besonders bitter, so die Genossin.

Der Kirchseeoner Süden werde in den nächsten Jahren nicht durch den Bau einer Umgehungsstraße verändert werden. „Der Norden leider auch nicht. Wenige Bürger haben mit aller Kraft dafür gesorgt, ihre Interessen zu wahren. Dass dies auf Kosten der Mehrheit der Bürger geht, ist ihnen offensichtlich egal“, moniert Thalhammer. Aus Sicht der Bundesregierung seit es verständlich und verantwortlich, keine Projekte in den Verkehrswegeplan aufzunehmen, bei denen sie erwarten müsse, dass sie aufgrund von Klagen und endlosen Gerichtsverfahren oder teuren Vergleichszahlungen nicht realisiert werden können. Genau dies sei geschehen.

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