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Die Bildungseinrichtung in Kirchseeon (hier: Blick ins offene Treppenhaus) wurde als G8-Gymnasium geplant und gebaut. Wenn das neunjährige Gymnasium wieder eingeführt wird, „müssen wir hier etwas tun“, sagt Landrat Robert Niedergesäß, der eine Erweiterung meint.

Gymnasium wird zu klein

Wegen G9: In Kirchseeon geht der Platz aus

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Wenn es künftig wieder das neunjährige Gymnasium gibt, wird das vor allem Auswirkungen auf das Gymnasium in Kirchseeon haben. Die Schule könnte zu klein werden.

Landkreis – Das Gymnasium in Kirchseeon wurde nämlich als erste Bildungseinrichtung im Landkreis 2008 als reines G8-Gymnasium geplant und gebaut. Mit der schrittweisen Umstellung auf G9, also auf ein Jahr mehr Schulzeit, erwartet Landrat Robert Niedergesäß letztendlich etwa zwölf Prozent mehr Schüler an den Gymnasien. Heißt dann auch: Es werden mehr Klassenzimmer gebraucht.

Während Niedergesäß für die Standorte Grafing und Markt Schwaben bei der Umstellung keine Probleme sieht, könnte es in Kirchseeon eng werden. „Dann müssen wir dort etwas tun“, sagt der Landrat. Bedeutet: Erweiterung.

Niedergesäß weist zudem darauf hin, dass es mit der Wiedereinführung des G9 nach Expertenmeinung zu einer Verschiebung von den Realschulen zu den Gymnasien kommen könnte. Eltern hatten sich bisher teilweise für die Realschulen für ihre Kinder entschieden, weil der Leistungsdruck am G8 als zu hoch erschien. Das könnte sich jetzt umkehren.

Auswirkungen könnte die Entwicklung zurück zum G9, was Landrat Niedergesäß ausdrücklich begrüßt, auch auf eine Entscheidung für oder gegen ein fünftes Gymnasium haben. Ein möglicher Standort wäre die Gemeinde Poing. Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe, der auch Kreisräte angehören, mit einem Masterplan für alle Schulen in der Trägerschaft des Landkreises, also Gymnasien, Realschulen und die beiden sonderpädagogischen Förderzentren. Zum Thema fünftes Gymnasium hat der von der Gemeinde Poing beauftragte Gutachter seine Expertise in der Arbeitsgruppe vorgestellt. Auch der bereits früher vom Landkreis dazu beauftragte Gutachter hat seine Studie aktualisiert. Eine Entscheidung fiel noch nicht. Das Landratsamt Ebersberg wartet zudem auf das Ergebnis einer Probeeinschreibung, mit der der Bedarf für eine angedachte FOS/BOS abgefragt wurde, die möglicherweise im nördlichen Landkreis bebaut werden könnte. Die Daten wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Niedergesäß erwart hier ein „knappes Ergebnis“.

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