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Blumen als Dankeschön: Maria Wollny mit Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel.

Soziales

Nachfolger gesucht

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Nach 20 Jahren als Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Kirchseeon kündigt Maria Wollny ihren Rücktritt an.

Kirchseeon – Es ist der Einstieg in den Ausstieg: Für 20 Jahre als Vorsitzende wurde Maria Wollny bei der Nachbarschaftshilfe Kirchseeon von Bürgermeister Udo Ockel im Rahmen der Vollversammlung der Organisation geehrt. Dafür gab es es viel Applaus, Wollny kündigte an, bei den Neuwahlen im kommenden Jahr nicht mehr zu kandidieren. Die Position als ehrenamtliche Geschäftsführerin hatte sie bereits früher aufgegeben. Nun sind Wollny und die Organisation auf der Suche nach einer Nachfolgerin.

Die Bilanz der Nachbarschaftshilfe Kirchseeon ist beeindruckend. Über 47 000 Einsatzstunden leistete die Organisation im vergangenen Jahr mit insgesamt 121 Mitarbeiterinnen – darunter Krankenschwestern, Altenpflegrinnen, Arzthelferinnen, Kinderpflegrinnen und sehr viele Ehrenamtliche. Auf den Bereich Pflege entfielen rund 21 440 Stunden. „Wir haben eine bessere Fachkraftquote als manche Altenheime oder Krankenhäuser“, freute sich Pflegedienstleiterin Gabriele Endl. Mir den Einsatzfahrzeugen wurden rund 44 865 Kilometer zurückgelegt. Darunter entfielen etwa 23 470 Kilometer auf private Fahrzeuge, der Rest auf die drei Autos der NHK. 14 Mitarbeiterinnen der NHK waren im Bereich Pflege im Einsatz. Ziel des Vereins mit derzeit 293 Mitgliedern ist es, vor allem ältere Mitbürger in der Gemeinde zu unterstützen, damit sie ihr Leben so lange wie möglich in der eigenen Wohnungen verbringen können.

Die Nachbarschaftshilfe Kirchseeon hat aber noch weitere Aufgabengebiete. Im Kinderpark werden unter der Aufsicht von ausgebildeten Kinderpflegerinnen und der Unterstützung durch mehrere Helfer, darunter auch Mütter, regelmäßig 20 bis 25 Kinder betreut. Das offene und flexible Angebot, das sehr gut angenommen wird, gibt es seit 23 Jahren. Betreuungstage werden in Kirchseeon und Eglharting organisiert.

Eine Veränderung wird es im kommenden Schuljahr in der Mittags- beziehungsweise Ganztagsbetreuung an der Schule geben. Dabei geht es um rund 250 Kinder in 13 Gruppen. Eine Gruppe ist weiterhin im Sitzungssaal des Rathauses untergebracht. Nach der Sanierung des Schulgebäudes in Kirchseeon hofft die NBK alle Gruppen in einem Haus unterbringen zu können. Die finanzielle Abrechnung des Mittagessens läuft künftig über die Gemeinde. „Eine große Erleichterung“, so Christiane Mündner vom Leitungsteam.

Umgezogen ist inzwischen das Schlaraffenland in eine Halle an der Bahnbrücke in Kirchseeon. Die Einrichtung, seit 2002 aktiv, gibt an bedürftige Familien und Einzelpersonen unter anderem Nahrungsmittel aus.

Zudem ist die Nachbarschaftshilfe Kirchseeon Ansprechpartner, wenn es um Fragen im sozialen Bereich geht. Hilfesuchende können sich während der Öffnungszeiten direkt im Büro neben der Schule in Kirchseeon wenden oder auch auf den Anrufbeantworter sprechen, Telefon (0 80 91) 64 52.

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