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Ein überraschender Krankheitsfall hat Folgen: Die Personaldecke zur Aufsicht im Kirchseeoner Hallenbad ist zu dünn geworden. Die beliebte Einrichtung muss vorübergehend geschlossen werden. 

Schwimmmeister geht an die Öffentlichkeit

„Ich wollte das immer vermeiden“: Hallenbad macht dicht

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„Ich habe das immer zu vermeiden versucht, aber muss das jetzt erstmals machen“, bedauert Schwimmmeister Jürgen Puls. Er informierte am Dienstagvormittag Bürgermeister Udo Ockel, dass das Kirchseeoner Hallenbad die nächsten Tage geschlossen bleiben muss. Der Grund dafür sei Personalmangel.

Kirchseeon – Die Aufsicht in der Kirchseeoner Einrichtung wird in zwei Schichten gefahren. „Wechselweise jeweils vier Wochen“, erläutert der zuständige Leiter Puls die Organisation. Insgesamt sind zwei Personen dafür vorgesehen. Nachdem eine bereits vier Wochen Dienst inklusive der Sonntage geleistet habe und jetzt einen fest gebuchten Urlaub antreten wolle, die zweite Kraft jedoch krank geworden sei, sei dieser Engpass entstanden. „Deshalb musste ich an die Öffentlichkeit gehen“, so Puls.

Der Schwimmlehrer kann die Aufsicht im beliebten Kirchseeoner Hallenbad selbst nicht übernehmen, sagt er auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung, obwohl er in der Vergangenheit schon mal eingesprungen ist. Er sei aber auch in anderen Schwimmbädern tätig, um dort etwa bei technischen Schwierigkeiten eingreifen zu können. Unter anderem ist Puls für das Glonner Schwimmbad verantwortlich, wo ebenfalls Kurse stattfinden. Deshalb könne er nicht gleichzeitig in Kirchseeon tätig sein, sagt der Schwimmlehrer.

Am Dienstagnachmittag leitete Puls in der Kirchseeoner Einrichtung noch das Seniorenschwimmen am Nachmittag, dann wurde das Bad für die Öffentlichkeit geschlossen. Es bleibt am heutigen Mittwoch sowie am Donnerstag und Freitag, und außerdem am Samstag und Sonntag geschlossen. Davon sei auch Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel in Kenntnis gesetzt worden. „Nicht betroffen sind die externen Gruppen“, informiert Puls, weil die die Aufsicht selbst organisieren würden.

„Ich kann da nicht einfach jemand vom Bauhof reinstellen“, sagt Ockel. Der Kirchseeoner Bürgermeister zeigt Verständnis für die aktuelle Situation, wenngleich er eigener Auskunft nach schon einmal davor gewarnt habe. Der Rathauschef weiß aber, dass Puls sein Möglichstes versuche. „Er hat angeboten, dass er am Donnerstag aufsperrt, weil da das Wetter schlecht werden soll.“ Man sei aber übereingekommen, dass das Bad auch an diesem Tag geschlossen bleiben soll, und das hat auch finanzielle Gründe, denn Puls ist freier Mitarbeiter der Gemeinde. Außerdem würde der eine Öffnungstag zur Verwirrung führen. Aber auch so rechnet Ockel damit, dass sich trotz einer Veröffentlichung in der Zeitung einige vergebens auf den Weg machen werden. „Das wird sich nicht vermeiden lassen, dass ein paar Leute vor der verschlossenen Türe stehen.“

Der Kirchseeoner Bürgermeister weiß, dass die Dienstpläne schon monatelang vorher feststünden. Den Einsatz von ehrenamtlichen Rettungsschwimmern hält Ockel nicht für praktikabel, weil die bei technischen Problemen nicht eingreifen könnten, „zum Beispiel bei einer Überchlorung des Wassers“, warnt der Bürgermeister

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