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Noch müssen viele ihr Fahrrad kreuz oder quer irgendwo am Bahnhof abstellen. Damit ist bald Schluss.  

Es hat lange gedauert, aber jetzt sind sie in Sicht

Über 100 neue Abstellplätze für Fahrräder an Kirchseeons Bahnhof

Radfahrende Kirchseeoner Pendler können sich freuen. Noch müssen viele ihren fahrbaren Untersatz kreuz oder quer irgendwo in Bahnhofsnähe abstellen. Damit ist bald Schluss: Aus 141 werden nämlich 250 Fahrradabstellplätze.

Kirchseeon –Gut Ding will Weile haben. Nicht nur für die Radler gilt dies, sondern auch für die Kirchseeoner Grünen. Im Oktober 2016 stellten sie ihren Antrag. Weil sie diesen auf keiner Tagesordnung wiederfanden, reklamierte Fraktionssprecherin Andrea Oberhauser-Hainer im Frühjahr. Am Montagabend stand er endlich auf der Tagesordnung – und wurde einstimmig angenommen.

Tagsüber seien die vorhandenen 141 Fahrradabstellplätze komplett belegt, „sodass inzwischen die übrigen Fahrräder auf dem Gelände des Bahnhofvorplatzes und rund um die Fahrradständer an Bäumen, Tafelständern und sonstigen Gelegenheiten geparkt werden“ müssten. Das schaue nicht nur unschön aus, sondern sei im Sinne der Wegesicherheit und beim Winterdienst „gefährlich und hinderlich“, hatten die Grünen geschrieben. „Unser Ziel ist einfach, dass sich noch mehr Leute aufs Fahrrad setzen, um zur S-Bahn zu kommen“, fasste Rüdiger Za das Anliegen der Grünen-Fraktion zusammen.

Ganz untätig war die Gemeindeverwaltung nicht. Schon im November wandte sie sich an die Bahn AG, berichtete Bürgermeister Udo Ockel (CSU). Von der kam grünes Licht, man könne auf dem Bahn-Grund die Fahrradabstellplätze erweitern, das Grundstück werde „kostenfrei zur Verfügung“ gestellt. Den zweite Schritt erledigte das Rathaus zusammen mit dem MVV: Der Freistaat fördert nämlich den Bau von Fahrradabstellplätzen für den Öffentlichen Nahverkehr – wenn der Bedarf nachgewiesen ist. Und der MVV bestätigte: Die vorhandenen 141 Stellplätze für Fahrräder seien nicht mehr ausreichend, aktuell nämlich 200 und mittelfristig gar 250 notwendig. Der dritte Schritt führte zur Regierung von Oberbayern. Der Kirchseoner Förderantrag wurde genehmigt. 40 875 Euro in Aussicht gestellt. Jetzt macht sich die Gemeindeverwaltung daran, einen Planer zu finden, der auch eine fundierte Kostenschätzung vornehmen soll.

Eberhard Rienth

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