Umfahrung: Die Debatte geht weiter

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Kirchseeon - Die Kirchseeoner SPD ruft zur Zusammenarbeit auf und sieht immer noch Chancen für die Verwirklichung der neuen Straße.

Das Interesse war groß: Mehr als 100 Teilnehmer kamen zur SPD-Veranstaltung zum Thema B 304-Umfahrung nach Egl-harting. SPD-Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer erklärte die Situation nach der Einstufung der Südumfahrung Kirchseeon im Bundesverkehrswegeplan „nur“ in den weiteren Bedarf und rief zur Abgabe einer Stellungnahme im laufenden Verfahren auf. Die von der SPD im Vorfeld erneut in die Diskussion gebrachte „ortsnahe“ Umfahrungsvariante spielte keine Rolle mehr.

„Wir werden gar nicht so viele Straßen bauen können, wie wir Verkehrsprobleme haben“, gab sich Schurer skeptisch. Er setzt unter anderem auf Alternativen, wie den Ausbau des ÖPNV. Dennoch will der Abgeordnete das Projekt einer Umfahrung nicht aufgeben. Es sei nämlich nach seiner Ansicht möglich, mit neuen Konzepten in den nächsten Jahren innerhalb des bis 2030 laufenden Bundesverkehrswegeplans nach oben zu klettern. „Das hat es schon gegeben.“ Notwendig sei dafür allerdings eine breite Zustimmung vor Ort. Laut Schurer hätte nämlich die aktuelle Südtrasse eine gute Chance auf Umsetzung gehabt, wäre man sich in Kirchseeon einig gewesen. Schurer rief deshalb zur Zusammenarbeit auf. Nach den Zerwürfnissen in der Bevölkerung während der heftig geführten Debatte, die sogar Kindergeburtstage und Hochzeiten beeinträchtigt habe, solle man sich jetzt für den gemeindlichen Frieden die Hände reichen und in die Augen schauen. „Wir sind nicht im Wilden Westen“. Die Parteien sollen nochmals einen Dialog eröffnen. Schurer schlägt zudem einen Arbeitskreis oder einen Beirat mit Vertretern aller Gruppen vor, vielleicht unter Moderation eines Fachmanns. Schurer: „Wir sind nicht in der Situation wie früher die Nato und die Sowjetunion.“ Alle Möglichkeiten sollten diskutiert werden. Auch eine Neubetrachtung einer Nordumfahrung sei denkbar.

Der Vorschlag eines Moderators für eine Arbeitsgruppe brachte Wolf Petzold dazu, zu fragen: „Haben wir den keinen hier drinnen, der das übernehmen könnte.“ Gemeldet hat sich aber niemand.

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