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Auf eine Umfahrung muss die Marktgemeinde Kirchseeon wohl noch viele Jahre warten.

Berlin hat entschieden

Aus für Umfahrung von Kirchseeon

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Kirchseeon/Steinhöring - Eine Umfahrung von Kirchseeon wird im nächsten Jahrzehnt ebenso wenig kommen wie ein Tunnel unter der B 304. Eine bessere Chance auf Umsetzung hat inzwischen eine Umfahrung der Gemeinde Steinhöring, die im Osten des Landkreises und ebenfalls an der B 304 liegt.

Das geht aus dem aktuellen Bundeverkehrswegeplan hervor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die Südumfahrung Kirchseeon mit einer Länge von 9,2 Kilometern und geplanten Kosten von rund 48 Millionen Euro wurde in den „weiteren Bedarf“ eingestuft. Heißt: Die Planung des umstrittenen Projekts wird auf Eis gelegt. Gänzlich rausgefallen aus der aktuellen Liste des Bundesverkehrsministeriums ist eine Tunnellösung.

Steinhöring hingegen ist im „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht“. Das bedeutet: Das Projekt kann weiter betrieben werden. Wenn es fertige Pläne gibt und andere Vorhaben aus dem so genannten „vordringlichen Bedarf“ herausfallen, könnte Steinhöring auf der Umsetzungsliste noch weiter nach oben rutschen.

„Man muss sich jetzt in Steinhöring zusammensetzen“, sagt CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz gegenüber der EZ. Das rät er auch den Verantwortlichen in Kirchseeon. Zudem sollte laut Lenz versucht werden, überörtliche Lösungen für die Marktgemeinde zu finden.

Die Entscheidung sei sehr bedauerlich für die Betroffenen in Kirchseeon, so die Reaktion des SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer. Das Projekt könne nun in absehbarer Zeit nur durch Sonderprogramme näher an eine Umsetzung kommen. Die Einstufung sieht Schurer aber auch als Signal an Kirchseeon. Es heiße: Findet gemeinsam eine Lösung.

„Wir sind froh, dass sich unsere Argumente durchgesetzt haben“, sagt Brigitte Sickinger vom Verein „Schutz des Kirchseeoner Südens“. Sie bedauert aber auch, dass es für die B 304-Anwohner keine Lösung gibt. Enttäuschung bei den Befürwortern. Manuela Schmidt: „Kirchseeon trägt nun eine sehr hohe Last mit dieser traurigen Entscheidung. Lärm und Luftverschmutzung nehmen den Anwohnern die Lebensqualität."

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