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Viel Geld für Eglhartinger Schule

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Von: Robert Langer

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Die Grundschule in Eglharting muss saniert werden. Um die Maßnahme zu finanzieren, muss sich die Gemeinde einiges einfallen lassen.
Die Grundschule in Eglharting muss saniert werden. Um die Maßnahme zu finanzieren, muss sich die Gemeinde einiges einfallen lassen. © Rossmann

Zehn Millionen Euro sind für die Sanierung der Schule in Eglharting im Investitionsprogramm der Gemeinde Kirchseeon für die kommenden Jahre vorgesehen. Dem stimmte der Marktgemeinderat in der Haushaltsdebatte zu. Ob dieser Betrag ausreicht, ist allerdings noch offen.

Kirchseeon - Der Ansatz ist nämlich zunächst nur ein Merkposten und eine Absichtserklärung. Die tatsächliche Größenordnung der Investition kann laut Rathaus vom Bauamt noch nicht eingeschätzt werden, da verschiedene Varianten geprüft und dem Gemeinderat vorgestellt werden sollen. Die gesamte Investition müsste nach derzeitigem Finanzplan durch die Aufnahme von Darlehen finanziert werden. Möglicherweise sollen jedoch laut Bürgermeister Jan Paeplow (CSU) noch in diesem Jahr weitere Informationen vorgestellt werden.

Sparstrumpf auffüllen

„Wir müssen den Sparstrumpf auffüllen, um die Sanierung des Schulhauses in Eglharting vorzubereiten“, so Peter Kohl (CSU) in der Haushaltsdebatte. Er gehe je nach Alternative eher von 20 Millionen Euro als von zehn Millionen Euro aus. Die Gemeinde sei trotz der Investitionen in der Vergangenheit derzeit jedoch fast schuldenfrei.

„Es ist der richtige Weg, den wir beschreiten“, so Kohl. Er verwies jedoch auch auf die geringen Einnahmen der Kommune aus der Gewerbesteuer.

SPD zur Finanzlage

Ähnlich sah das Diana Thalhammer von der SPD. Sie regte an, alle Kosten auf den Prüfstand zu stellen. Auch die steigende Belastung durch die Verwaltungskosten sollte im Blick behalten werden. Nachgedacht werden sollte zudem angesichts der Finanzlage der Kommune über Grundstücksverkäufe und eine höhere Verdichtung bei der Bebauung.

Susanne Markmiller (FDP) regte an, den geplanten neuen Flächennutzungsplan für die Kommunen zu nutzen, um die Strukturschwächen aufzuarbeiten.

Mehr Gewerbesteuer

„Wir stehen erfreulicherweise jetzt ganz gut da“, so Rüdiger Za (Grüne). „Das war vor ein paar Jahren noch ganz anders.“ Auf die Kommune komme jedoch eine Welle von Investitionen zu, noch viel größer als beim „Haus für Kinder“. Zudem müsse die Gemeinde auch die kleineren Investitionen im Blick behalten.

Zunächst keine neue Kredite

Aus den vorgelegten Zahlen geht hervor, dass für das Jahr 2022 in Kirchseeon keine weiteren Kreditaufnahmen geplant sind. Die bestehenden Schulden wurden reduziert. Demgegenüber stiegen die Rücklagen deutlich an. Deutlich aber auch: In der Kinderbetreuung klettern die Ausgaben für den Markt Kirchseeon rasant nach oben. Sowohl im Bereich der Kindertagesstätten und im Hort als auch im Bereich der offenen und der gebundenen Ganztagsklassen seien die zu leistenden Kosten inzwischen erheblich, so das Rathaus.

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