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Die Maibaumdiebe aus Moosach und Oberpframmern bringen den Stamm nach Buch zurück.

Seltenes Spektakel in Buch

Wettkampf der Maibaumdiebe

Buch - Mit einer Parade von Bulldog mit Maibaum, zwei Feuerwehrfahrzeugen und über 30 Beteiligten marschierten am Freitagabend die Maibaumdiebe aus Moosach (Feuerwehr) und Oberpframmern (Burschenverein) in Buch (Gemeinde Kirchseeon) ein. Vorausgegangen war eine listige Gemeinschaftsaktion.

Maibaumdiebe bringen Stamm nach Buch zurück

Während eine Vorhut das Geschehen um die Wachhütte am nordwestlichen Ortsausgang von Buch erkundete, war bereits Stunden zuvor die Moosacher „Geheimwaffe“ zum Einsatz gekommen: Edi Wild, seines Zeichens Friseur, Charmeur und ausgewiesenes Schlitzohr, hatte sich gegen 21 Uhr selbst als Gast eingeladen und mit den drei Dienst habenden Damen der Wache angefreundet. Dabei war er kurzfristig spielerisch in den Besitz der Handys gelangt, die er manipulierte bzw. ausschaltete.

Was zu dieser Zeit niemand wusste: unter die nach Mitternacht nur noch wenigen Gäste hatte sich auch die Konkurrenz gemischt: der Spion einer weiteren Diebesmannschaft. So wurde munter geratscht, geblödelt und getrunken, bis gegen 2.30 Uhr die Zeit reif schien für die geplante Attacke der Moosacher/Prfammener. Gut 40 Mann schwärmten aus und besetzten das Gelände um den leer stehenden Bauernhof. Während ein Teil der Truppe Fenster und Türen der Wachhütte sicherte und zuhielt, platzierte der Rest den Baumwagen unter dem über 35 Meter langen Stamm. In diesem Moment tauchte die lackierte Konkurrenz – eine weitere Diebesmannschaft auch aus dem Landkreis Ebersberg – aus dem Dunkeln auf und bot ihre Hilfe an. Da die zuschlagende Mannschaft aus Moosach und Oberpframmern die Lage aber völlig im Griff war, wurde dankend abgelehnt und dahin ging’s, am Ortsschild vorbei in sichere Gefilde.

Muss wohl ziemlich frustriertend für die Mitbewerber gewesen sein, so kurz vor der „Beute“ rechts überholt worden zu sein.

Der Edi ließ es sich derweil trotz verspäteter Enttarnung noch gut gehen und kippte mit den bestohlenen Madln noch das eine oder andere Glas.

Was bei den zeitnah aufgenommenen Auslöseverhandlungen folgte, war nicht weniger „verreckt“: Nach einer Forderung von sage und schreibe 200 Essen und 400 Maß Bier einigte man sich auf sensationelle 120 Brotzeiten und 300 Liter Bier. Zu verzehren, nicht wie sonst üblich, bei der Rückgabe des Baums, sondern in einem Zeitraum von Rückgabe bis zum Aufstellen; darin enthalten sind somit noch etliche Tage Wachstüberl.

Zurück zum Freitag: nach ordentlichem Einlagern – man will sich ja nichts nachsagen lassen – starteten die Moosach-Pframmener Auslösefestlichkeiten umgehend. Das Fazit war bereits an diesem Abend eindeutig: die Sache hatte sich gelohnt!

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