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Piet Mayr (CSU) will auch über 2020 hinaus Bürgermeister der Gemeinde Zorneding bleiben. Wer gegen ihn antreten wird, ist derzeit nocht nicht klar. 

Bürgermeisterwahl 2020

Das Kandidatenkarussell dreht sich

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In Zorneding will es Amtsinhaber Piet Mayr (CSU) noch einmal wissen, in Vaterstetten und Kirchseeon wird der Chefsessel im Rathaus auf alle Fälle neu besetzt.

Westlicher Landkreis– Nur noch ein Jahr: Im März 2020 finden Kommunalwahlen in Bayern statt. Das bedeutet neue Gemeinderäte und auch Entscheidungen zu den Bürgermeistern. Der Wahlkampf hat bereits begonnen.

Hier der Überblick zum westlichen Landkreis zum aktuellen Stand ohne Anspruch auf Vollständigkeit, es kann noch Einiges passieren.

Jan Paeplow will Bürgermeister von Kirchseeon werden

In Kirchseeon ist der Startschuss gefallen. Der amtierende Bürgermeister Udo Ockel (CSU) will nach drei Amtszeiten, also 18 Jahren, in Ruhestand gehen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die CSU Jan Paeplow als Kandidaten präsentiert. Offiziell nominiert wurde er im Januar. Seitdem ist Paeplow intensiv bemüht, seinen Bekanntheitsgrad im Ort zu erhöhen.

Ein Gegenkandidat ist ebenfalls schon weitgehendfix, Klaus Seidinger von der Unabhängigen Wählergemeinschaft. Er ist seit 2002 Mitglied des Gemeinderates, derzeit 3. Bürgermeister, und kandidierte bereits einmal für das Spitzenamt. Die offizielle Nominierungsversammlung steht jedoch noch aus.

SPD macht es spannend

Spannend macht es die SPD. Lange wurde spekuliert, Gemeinderat Sven Bittner würde kandidieren, vor allem seitdem er im April 2017 Fraktionssprecher der SPD im Gemeinderat wurde. Inzwischen aber scheint Wolfgang Uebelacker im Gespräch zu sein, der bereits Erfahrungen als Gemeinderat hat, SPD-Ortsvorsitzender war und als Vorsitzender der Perchten bekannt ist. „Ich sage dazu nichts“, betonte er auf Anfrage der EZ. Ähnlich die Reaktion der SPD-Ortsvorsitzenden Diana Thalhammer. Ein Dementi ist das nicht, eine Bestätigung aber auch nicht. Nominiert werden soll Anfang April.

Bei den Grünen gibt man sich abwartend. „Wir müssen uns zunächst neu Sortieren, wir haben viele neue Mitglieder“, sagt Gemeinderätin Natalie Katholing.

Reitsberger muss aufhören

In der größten Gemeinde des Landkreises, in Vaterstetten, darf Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) aus Altersgründen nicht mehr antreten. Die CSU will das Rathaus zurück erobern. Derzeit gibt es mit Leonhard Spitzauer, Gemeinderat, Feuerwehrkommandant, und Robert Winkler, Quereinsteiger, ehemals als Unabhängiger Fraktionssprecher der Grünen, zwei interne Kandidaten, die um Unterstützung werben. Geplant ist eine Entscheidung bei der Jahreshauptversammlung Mitte Juli. Wer sich dort durchsetzt, das wird auch Auswirkungen auf andere Parteien haben. Mehr oder weniger positive Signale, einen überparteilichen Kandidaten Winkler zu unterstützen, gab es bereits von SPD und Grünen. Die Freien wollen zunächst diese Entscheidung abwarten.

„Ja“ lautet die klare Antwort von Piet Mayr (CSU) auf die Frage der Ebersberger Zeitung, ob er als amtierender Bürgermeister wieder antreten will. „Ich habe noch viel vor.“ Ob er nominiert werde, das sei aber eine Entscheidung der Parteigremien. „Wir haben jetzt eine Vorstandssitzung“, sagt Ortsvorsitzende Jutta Sirotek. Danach würden viele Gespräche geführt, auch in Bezug auf mögliche Kandidaten für den Gemeinderat. Nominiert werden könnte möglicherweise im Juli.

Europawahl für SPD im Vordergrund

„Das Thema ist für mich derzeit noch weit weg“, sagt Zornedings Vizebürgermeisterin Bianka Poschenrieder von der SPD. Zunächst stehe die Europawahl im Vordergrund. Im Sommer sei eine Klausur geplant, bei der es auch um die Kommunalwahl gehen soll. „Vorher gibt es keine Entscheidung.“

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Die Zornedinger Grünen werden wohl keinen eigenen Kandidaten aufstellen, meint Ortsvorsitzender Helmut Obermaier. Möglich sei jedoch, einen anderen Kandidaten zu stützen. Das hänge jedoch von Person und Programm ab.

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Keine offizielle Entscheidung bisher bei den Freien Wählern. Möglich erscheint eine Kandidatur von Gemeinderat Franz Lenz, der Kreisobmann des Bauernverbandes ist. Ob er tatsächlich antritt, darüber war von Lenz keine Aussage zu erhalten. Bei der FDP will man laut Ortsvorsitzendem Peter Pernsteiner abwarten, ob der amtierende Bürgermeister Mayr wieder antritt. „Danach werden wir entscheiden“, so Pernsteiner.

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