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Ausbildung auf dem Hügel: Mit neuen Konzepten sollen Eltern und Betriebe

Zusätzliche Angebote des BBW St Zeno in Kirchseeon:  

Ausbildung mit Betreuung im Betrieb

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Es sind gute Zeiten für Auszubildende. Betriebe suchen händeringend Lehrlinge. Wer früher wegen schlechterer Noten nicht genommen wurde, kann sich heute bewähren. Das BBW Kirchseeon braucht deshalb zusätzliche Angebote. 

Kirchseeon  Berufsbildungswerke wie St. Zeno in Kirchseeon, die Schülern mit Einschränkungen bisher durch intensive Begleitung den Start in das Berufsleben eröffneten, müssen neue Wege zu gehen. Denn die bisher betreuten Schüler bleiben derzeit teilweise aus. Heute sind es noch rund 130 inklusive Internat, früher waren es rund 300. Heißt: Die Qualität weiter zu steigern, neue Angebote machen und damit bei den Eltern zu werben. Aktuell geht es um eine intensivere Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben. Was bleibt, ist die begleitende Betreuung als zusätzliches, zentrales Angebot.

Kryptische Kürzel

Offiziell nennen sich die Programme VAMB oder TINA. Etwas kryptisch. Die „Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken“ ist ein inklusives Ausbildungsmodell. Dabei absolvieren Jugendliche, die beispielsweise in Kirchseeon ihre Ausbildung in verschiedenen Berufen machen, mehrere Monate in einer externen praktischen Schulung direkt in Betrieben im Landkreis Ebersberg oder darüber hinaus. Dabei werden Kontakte geknüpft. Man kann sich gegenseitig kennenlernen. Für den Ausbildungsbetrieb ist diese Variante finanziell günstig. Für die Azubis gilt: „Eine Rückkehr ist immer möglich“, so Gerhard Endres vom BBW Kirchseeon. „Es gibt keine Versager.“ Versucht werde, zu vermeiden, dass Ausbildungen abgebrochen und stattdessen irgendwie gejobbt werde.

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Gegenseitig kennlenlernen

Beim noch ein Stück weitergehenden Projekt TINA (Trägergestützte Inklusive Ausbildung) bleibt der Jugendliche länger in einem externen Ausbildungsbetrieb, der damit auch mehr Verantwortung für den Azubi übernimmt. Die Betreuung durch das BBW St. Zeno in Kirchseeon bei Nachfragen oder Problemen bleibt erhalten. „Wir verlieren dadurch einen Teil der Vergütung von der Arbeitsagentur“, so Bernd Zimmer, Leiter in St. Zeno. Die Agentur finanziert nach Prüfung die Ausbildung. „Aber wichtig ist die gute Betreuung, die zum Erfolg führt“, sagt Zimmer. Und da kann die Kirchseeoner Einrichtung einiges vorweisen. Die positive Abschlussquote liegt hoch, über 80 Prozent. Bei der Wiederholung der Prüfung schaffen es fast alle.

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Gute Abschlussquote

Laut Ausbildungsleiter Arthur Böttcher haben die Absolventen nach ihrem Abschluss auch längerfristig einen sicheren Job. Oft wird von den Jugendlichen auch der Weg beschritten, sich weiterzubilden.

Positiv wirkten sich die Persönlichkeitsbildung und die Hinführung zu sozialer Kompetenz aus, so Endres. „Wir vermitteln den Jugendlichen das Zutrauen, dass sie es schaffen könne.“ Es gehe auch darum, so Zimmer, den Jugendlichen beizubringen: „Wie lerne ich richtig?“ oder „Wie verhalte ich mich in einem Bewerbungsgespräch?“ Das BBW in Kirchseeon bietet sowohl Eltern als auch möglichen Arbeitgebern Informationsgespräche an.

Weitere Informationen unter www.bbw-kirchseeon.de

Noch mehr Infos:

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