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Kirchseeon wird mehr salzen

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Kirchseeon - Mehr Salz wird der Markt Kirchseeon im bevorstehenden Winter einsetzen. Auch an kritischen Stellen in Anliegerstraßen. Anlass sind Beschwerden der Anlieger. Diese werden jedoch ebenfalls in die Verantwortung genommen.

Dass es sich vorerst nur um einen Versuch handele, betonte Bürgermeister Udo Ockel (CSU) im Gemeinderat gleich mehrmals. Gegstimmen kamen von den beiden Grünen-Gemeinderäte Frank Költerhoff und Christiane König, die den aus den aus den 1990er Jahren stammenden Beschluss zu möglichst großer Zurückhaltung beim Salzeinsatz nicht aufweichen wollten.

Klar ist: Salz wird schon heute auf den wichtigen Straßen eingesetzt und auch auf den weniger wichtigen, auf denen aber ein Fortkommen mit dem Auto bei Eisbildung gefährlich wäre. Im Schnitt werden hier in einer Saison 75 Tonnen aufgebracht. Im Gemeinderat ging es jetzt nur um die dritte Straßenkategorie: „weder verkehrswichtig noch gefährlich“. Mit weiteren 50 Tonnen Salz rechnet der Bürgermeister hier. Zusatzkosten: 10 000 Euro. Gegengerechnet werden könne ein geringerer Splitt-Verbrauch. Unterm Strich wird‘s mittelfristig dennoch teurer. Denn ein zweites Lagersilo sei notwendig. Kostenpunkt: 60 000 Euro.

2. Bürgermeisterin Maria Wollny (CSU) signalisierte für die meisten Gemeinderäte Zustimmung: „Die Leute sollen ja im Winter auch rausgehen können. Wenn Eis auf der Fahrbahn oder den Gehwegen ist, gehört was G'scheits g'macht.“ Es gebe durchaus gefährliche Situationen. Frank Költerhoff (Grüne) warnte: „Keiner weiß dann mehr wo gestreut wird oder nicht. Und keiner weiß, warum an der einen Stelle gestreut wird, an der anderen aber nicht.“ Er sei gegen ein Aufweichen der bisherigen Praxis. Und seine Fraktionskollegin Christiane König erinnerte daran, dass Salz bei einer noch tieferen Temperatur als zehn Minusgraden das Salz eh wirkungslos sei.

Von Eberhard Rienth

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