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Da soll er drauf: Die Kirchseeoner ATSV-Halle ist wahrscheinlichster Standort für den geplanten Mobilfunkmasten.

Neuer Standort: ATSV-Halle

Mast aufs Dach

Damit Fahrgäste von Zug und S-Bahn auf der Reise komfortabel online gehen können, bekommt Kirchseeon seine nächste Mobilfunkanlage. Der etwa 18 Meter hohe Mast wird wohl auf dem ATSV-Gelände im Osten der Gemeinde montiert.

Das Thema liegt schon seit einem knappen Jahr auf dem Tisch. Da hatte die Deutsche Telekom bereits wegen eines Standorts im Bereich des Parkplatzes östlich der Moosacher Straße und alternativ auf dem Gelände der ATSV-Halle nachgefragt. Schon damals plädierte der Gemeinderat mit großer Mehrheit für eine im sogenannten Mobilfunkpakt mögliche Beteiligung am Standortsuchverfahren, das kurz vor der endgültigen Fixierung des Standorts steht.

Nachdem in Folge des positiven Plazets von Anfang Januar ein Anlieger sowie Eltern des nahen Kindergartens „Dachsbau“ interveniert hatten, wies Bürgermeister Udo Ockel (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die politisch-klimatische Facette der Angelegenheit hin. „Wir können immer noch sagen, wir wollen uns an der Standortsuche nicht beteiligen, weil wir uns nicht schimpfen lassen wollen“, führte der Rathauschef aus. Fakt sei aber, „dass die dann einfach woanders hingehen“, wo der Markt dann aber keinen Einfluss mehr habe.

Diesen hatte man am Anfang der Standortsuche am besten darin gesehen, den neuen Masten, auf dem die GSM/LTE-Technik installiert wird, möglichst weit weg von der Bebauung östlich des letzten Fußballspielfelds platzieren zu können. Inzwischen aber habe sich herausgestellt, „dass sich der von der Gemeinde vorgeschlagene Standort östlich des Trainingsplatzes bereits außerhalb des Suchkreises befindet“, so Ockel.

Mitte November hat dann ein Ortstermin stattgefunden, bei dem die ATSV-Halle in den Fokus rückte. Ob es aber dazu kommen wird, dass der Mast, wie eine zur Sitzung vorgelegte Fotomontage zeigt, direkt auf das Dach der Halle montiert wird, ist fraglich. Gemeinderäte und Bürgermeister zweifelten an der statischen Möglichkeit einer ausreichenden Gründung.

Der Marktgemeinderat sprach sich dafür aus, die Sendeanlage „möglichst im südlichen Bereich der ATSV-Halle zu platzieren“. Ockel: „Die sollen sehen, wo sie statisch eine vernünftige Festigkeit herbringen.“

Eine weitere Maßgabe des einstimmig gefassten Beschlusses des Gemeinderates ist, dass „der Mobilfunkmast im Rahmen der Konzentration von weiteren Telekommunikationsanbietern mitgenutzt“ werden darf „und eine möglichst niedrige Höhe aufweisen“ soll.

Vor der Aufstellung des Masts soll „anhand eines Fachgutachtens“ nachgewiesen werden, „dass mögliche Immissionsgrenzwerte an den nächsten Wohnbebauungen sowie am nahegelegenen Kindergarten unterschritten werden“. Nach Meinung von Bürgermeister Ockel ist das aber „eine Selbstverständlichkeit“. Wenn Grenzwerte nicht eingehalten werden würden, dürfe auch nicht gebaut werden.

Eberhard Rienth

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