Über 100 Interessenten kamen zu einer Infoveranstaltung zum Thema Mittelschulverbund in die Hohenlindener Wendlandhalle. Die Anwesenden sprachen sich für einen Verbleib im Verband Forstern aus. Foto: jro

Klares Votum für Forstern

Hohenlinden - Die Hohenlindener Eltern wünschen ganz klar bei 71:14 Stimmen einen Verbleib ihrer Gemeinde im Schulverband Forstern und damit im künftigen Mittelschulverbund Dorfen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Rat der Gemeinde Hohenlinden am Montag, 31. Januar, in seiner öffentlichen Sitzung im Rathaus (Beginn um 19 Uhr ) einen erst Ende November getroffenen Beschluss wieder rückgängig machen. Vor Wochen hatte sich das Plenum noch eindeutig dafür ausgesprochen, sich im kommenden Schuljahr den in der Entstehung befindlichen Mittelschulverbund Ebersberg-Nord mit Sitz in Poing/Markt Schwaben anzuschließen. Das jedoch ist ziemlich eindeutig nicht der Wille der Hohenlindener Eltern von Schülerinnen und Schülern, die derzeit die örtliche Grundschule bzw. die Hauptschule in Forstern besuchen. 85 von ihnen stimmten am Donnerstag bei einem Informationsabend zum Thema Mittelschulverbund im Wendlandhaus ab. 71 Väter und Mütter votierten dabei für den Verbleib im Forsterner Verband, nur 14 für einen Wechsel nach Markt Schwaben bzw. Poing.

Eine klare Aussage, die sich im Vorfeld schon abgezeichnet hatte. Eine so klare Aussage aber auch, dass die Hohenlindener Mandatsträger am Montag wohl gar nicht anders können, um ihre eigene Entscheidung aus dem vergangenen Jahr zu revidieren. Bürgermeister Ludwig Maurer hatte bereits im Vorfeld der Donnerstag-Zusammenkunft der Heimatzeitung signalisiert, dass zumindest seine ÜWH-Fraktion den Bürgerwillen direkt aufgreifen werde. Dem werden sich mutmaßlich die anderen Fraktionen anschließen.

Vorausgegangen war diesem „inoffiziellen Bürgerentscheid“ eine betont sachliche Darstellung des Sachverhalts durch den Erdinger Schulamtsleiter Hans-Rudolf Suhre, der Ebersberger Schulamtsdirektorin Angela Sauter und des Vorsitzenden des Schulverbands Hauptschule Forstern, Georg Els. Maurer machte zu Beginn deutlich, dass in der Sachfrage, wo künftig Hohenlindener Hauptschüler beschult werden sollen, die Meinung der Eltern das letzte Wort sein solle.

Zuletzt hatten sich Hohenlindener Bedenken stets entzündet an dem Gedanken, die Schüler im M-Zug müssten zwangläufig alle nach Dorfen. Els stellte klar, dass der M-Zug im neuen Mittelschulverbund in der Tat in Dorfen angeboten werde. Ebenso werde aber in dem Kooperationsvertrag den Eltern bzw. Schülern angeboten, im Rahmen eines Gastschulverhältnisses eine Schule außerhalb des Verbundgebietes zu besuchen. Das könne also auch Erding oder Poing/Markt Schwaben sein. Diese Wahlfreiheit erfahre eine Einschränkung nur dann, wenn bei einer möglichen Gefährdung des M-Zugs Schüler dem Standort Dorfen zugewiesen werden müssten. Das werde jedoch klar nach geografischen Gesichtspunkten erfolgten, so Els. Hohenlinden liegt recht weit weg von Dorfen.

Sollten Hohenlindener M-Schüler also partout nicht in Dorfen beschult werden wollen, gebe es mit Erding und Markt Schwaben/Poing zwei Optionen. Einziger Haken dabei: Bei Gastschulzuweisungen, so hieß es, werden die anfallenen Fahrtkosten höchstwahrscheinlich die Eltern zu zahlen haben.

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