Stefan Hesselschwert, Janine Drechsler und Renate Glaser (v.l.) informierten über klimaschutzfreundliche Gerichte. Anna Weinzierl (re.) probierte. Foto: ger

Klimaschutz geht durch den Magen

Glonn - Kann man mit „Blinis mit Tomaten-Kräuter-Quark“ und „Kartoffel-Gemüse-Torte“ das Klima schützen? „Ja“, sagt Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr.

„Die Energiewende besteht aus vielen kleinen Schritten, und einer davon ist, sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu ernähren“, sagte Gröbmayr und genoss die kleinen Häppchen, mit denen Stefan Hesselschwert und Janine Drechsler die Kunden im Glonner Edeka-Markt verwöhnten.

Im Rahmen der bayerischen Klimaschutzwoche organisierten das katholische Kreisbildungswerk, der Klimaschutzmanager im Landkreis Ebersberg und der Aktionskreis Energiewende 2020 Glonn (AEG 2020) zum zweiten Mal die Aktion „Genussvoll Klima schützen“. An drei Supermärkten im Landkreis bruzzelten die Köche live, Interessierte konnten die schmackhaften Gerichte ohne Fleisch vor Ort probieren und sich Rezeptkarten mitnehmen.

„Wir möchten zeigen, wie man mit bewusstem Einkaufen und Kochen nicht nur gesund und lecker kochen sondern auch das Klima schützen kann“, erklärte AEG-Mitglied Hesselschwert. Im Hinblick auf die Lebensmittelwahl gilt grundsätzlich, dass von Tieren stammende Nahrungsmittel, wie Fleisch, Butter und Eier erheblich umweltaufwändiger herzustellen sind, wie die gleiche Menge pflanzlicher Nahrung, z.B. Obst, Gemüse, Brot und eifreie Nudeln“, weiß Hesselschwert. Etwa 45% der Treibhausgase durch Ernährung entstehen bei der Erzeugung der Lebensmittel (einschließlich der Transporte), also z.B. auf dem Acker, im Kuhstall, aber auch bei der Verarbeitung oder durch den Energieverbrauch zur Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln.

Inzwischen gibt es viele Kochbücher mit fleischfreien Rezepten. „Aber viele gute Rezepte finden sich in den Kochbüchern unserer Großeltern“, weiß der versierte Freizeit-Koch. Anna Weinzierl aus Waslmühle (Baiern) ließ sich nicht lange bitten und probierte die kleinen Gerichte. Obwohl ihr Fleisch durchaus auch gut mundet, fand sie: „Das schmeckt ausgezeichnet.“ Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit sich auf die schmackhafte Art Anregungen für ihre Ernährung geben zu lassen. Fazit: „Nicht nur die Liebe, auch der Klimawandel geht durch den Magen.“ ger

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