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„Die gute Seele“ der WBV-Geschäftsstelle Zenta Riedl wurde vom Vorsitzenden der Waldbesitzervereinigung, Werner Fauth, in den Ruhestand verabschiedet.

Klimawandel

Waldbauern haben Angst um ihre Bäume

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Ebersberg – Wie wird der Wald der Zukunft wohl aussehen? Wie kann unsere Heimat auf den Klimawandel vorbereitet werden? Das waren Fragen, auf die die Ebersberger Waldbesitzer bei ihrer Jahreshauptversammlung auf der Ebersberger Alm eine Antwort erwarteten und auch bekamen.

Monika Konnert, Leiterin des Amtes für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) in Teisendorf gab Auskunft zum Thema „Geeignete Baumarten und Pflanzenherkünfte für den Wald in Zeiten des Klimawandels“.

Anhand eindrucksvoller Bilder zeigte die Referentin die wachsende Bedeutung der richtigen genetischen Herkunft bei Forstpflanzen auf und machte klar, dass etwa Bestände mit extrem zwieseligen Buchen meist das Ergebnis von schlechtem Saatgut bzw. der falschen Herkunft sei.

Das Amt in Teisendorf forscht mittels Anbauversuchen, wie sich Bäume aus südlicheren und trockenen Regionen bei uns behaupten können, um einem Temperaturanstieg und mehr Trockenheit bei uns etwas entgegensetzen zu können. Das wird beim Waldbau im Landkreis Ebersberg mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

In den bisherigen Versuchen, so die Referentin, zeigte sich, dass beispielsweise Weißtannen aus Rumänien bei uns ganz gut wachsen, durch einen früheren Austrieb aber von unseren Spätfrösten extrem geschädigt wurden. Alternativ blieben Baumarten wie die Douglasie, die deutlich trockenresistenter als die Fichte sei und beeindruckende Wuchsleistungen erbringe.

Auch bei uns noch sehr exotische Baumarten wie Roteiche, Japanische Birke, Zeder oder Baumhasel wurden behandelt. Die zahlreichen Fragen der Versammlungsgäste verdeutlichten, dass sich viele Waldbesitzer intensiv mit dem vorgetragenen Thema beschäftigen.

Im Geschäfts- und Tätigkeitsbericht des Jahres 2015 stellte Michael Kammermeier die verschiedenen Tätigkeiten der WBV vor – von den verschiedenen Informationsveranstaltungen über einen Seilwindenkurs bis zu Lehrfahrten und dem Besuch einer Forstmesse. Der Mitgliederstand steigt kontinuierlich und lag zuletzt bei 1300 Mitgliedern.

Das Jahr 2015 war für die Waldbauern vor allem durch den Orkansturm Niklas Ende März geprägt, der im WBV-Bereich große Schäden anrichtete. Aus diesem Grund stieg auch die vermarktete Holzmenge stark an, von knapp 60 000 Einheiten im Vorjahr auf über 105 000 Einheiten im Jahr 2015.

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