"König Udo" und sein Haushalt

Kirchseeon - Statt politischer Diskussion gab es in der jüngsten Kirchseeoner Gemeinderatssitzung zum diesjährigen Haushalt nur Dankesworte. Die richteten sich an den Gemeinderat, an die Gemeindeverwaltung und vor allem an Kämmerer Robert Ess.

„Es ist ja nicht so, dass ,König Udo‘, wie viele meinen, den Haushalt selber macht“, drückte sich Bürgermeister Udo Ockel (CSU) plakativ aus. Und: „Das tun wir alle miteinander, sowohl im positiven wie vielleicht auch im negativen Sinne“. Auf jeden Fall sei „es schön, wenn man das so einig verabschiedet“. Immerhin ging es um 13,417 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und um 2,83 Millionen Euro für Investitionen.

Kirchseeon sei „zwar gut dabei“, bilanzierte der Bürgermeister. Man setze auch eine „solide Haushaltsführung“ um und das eher konservativ, also vorsichtig gerechnet. Doch gelte es Notwendigkeiten abzuarbeiten. Und dann sei da ja auch noch „das Großprojekt, das „einige Millionen Euro fordern wird. Gemeint war die Folgeeinrichtung des gerade eben in Betrieb genommenen Provisoriums des Johanniter-Kindergartens an der Münchner Straße, die einmal noch mehr beherbergen soll, etwa auch das Cafe Zam und weitere Solzialeinrichtungen. Ockel: „Wir müssen also jetzt so haushalten, dass wir dann dafür auch die Mittel haben.“ SPD-Fraktionssprecher Thomas Kroll ist der Haushalt „anz in Ordnung“. Dassahen auch seine Kollegen Klaus Seidinger für die Freien Wähler, Barbara Burgmayr-Weigt für die CSU und Frank Költerhoff für die Grünen so. Auch sie verlegten sich mehr auf Dankesworte. Bevor die CSU-Fraktionssprecherin nochmals betonte: „Wir werden in der Zukunft sehen, was man finanzieren kann und dabei auch auf die Dringlichkeit achten.“

Von Eberhard Rienth

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