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Wer geht ins Rennen um die Nachfolge von Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger? In dieser Woche fallen Vorentscheidungen.

CSU und Freie Wähler nominieren Bürgermeisterkandidaten

Die Woche der Weichenstellung in Vaterstetten

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Es ist die Woche der Weichenstellungen in der Großgemeinde Vaterstetten auf dem Weg zur Bürgermeisterwahl 2020. CSU und FW nominieren.

Roland Meier, möglicher FW-Kandidat.

Vaterstetten – Als erste politische Gruppierung bestimmen die die Freien Wähler am heutigen Montag, 15. Juli, ihren Kandidaten. Auf der Mitgliederversammlung der FW im Mai wurde beschlossen, den Gemeinderat und Fraktionssprecher Roland Meier als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020 zu nominieren. Meier, 52, gelernter Schreiner, hatte bereits im April gegenüber derEZerklärt, die Vaterstettener Freien Wähler tendierten dazu, einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr aufzustellen. Jetzt wird es offiziell.

Grundsätzlich will Meier die vorsichtige Politik des bisherigen Rauhauschefs Georg Reitsberger, ebenfalls FW, fortsetzen. Es gehe darum, alles genau zu prüfen. „Wir brauchen keine Hauruck-Aktionen.“ Termin der Nominierungsversammlung: Montag, 15. Juli, ab 19.30 Uhr in der Landlust am Reitsberger Hof in Vaterstetten.

Leonhard Spitzauer, möglicher CSU-Kandidat.

Spannend wird es bei der CSU am kommenden Donnerstag, 18. Juli, ab 19 Uhr im Festsaal des CARECON Seniorenwohnparks Fasanenstraße 24 in Vaterstetten. Bei den Christsozialen stellen sich nämlich zwei Bewerber den Mitgliedern zur Wahl: der 33-jährige CSU-Gemeinderat Leonhard Spitzauer, Feuerwehrkommandant, sowie der 57-jährige parteilose Jurist Robert Winkler, Leitender Ministerialrat im bayerischen Umweltministerium.

Spitzauer gehört dem Gemeinderat seit 2016 an und ist umweltpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion. Er will als junger Kandidat eine Perspektive bieten, das Amt des 1. Bürgermeisters über mehrere Amtsperioden auszuführen zu können. Er will zudem mit frischem Wind die Gestaltung der Gemeinde vorantreiben. Im Vorfeld hatte er die Möglichkeit, sich im Gemeinderat beziehungsweise in den Ausschüssen zu profilieren. Eine bürgernahe Politik sei ihm ebenso wie offene Diskussionen besonders wichtig, sagte er. Und er betonte: „Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, und bringe die erforderliche Durchsetzungskraft für die Ausführung des Bürgermeisteramts mit.“

Robert Winkler, möglicher CSU-Kandidat.

Winkler war von 2008 bis 2011 Mitglied des Gemeinderats und Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. „Ich bin ein wertkonservativer Grüner und war aus Überzeugung stets parteilos“, erklärte er. „Seit 54 Jahren lebt ich in Vaterstetten. Es wäre reizvoll für mich, als Höhepunkt meiner beruflichen Karriere meiner Heimatgemeinde als Bürgermeister zu dienen.“ Er will sich für eine solide Haushaltspolitik einsetzen, dem Substanzverzehr bei den gemeindlichen Liegenschaften entgegenwirken und sich intensiv um die Umwelt- und Energiepolitik kümmern. Winkler kann vor allem seine große Erfahrung in der Verwaltung in die Waagschale werfen. Für ihn spricht auch, dass ihm SPD und Grüne im Vorfeld Unterstützung zugesichert haben.

Lesen Sie auch: Rot-grüne Unterstützung für möglichen CSU-Kandidaten

Die beiden Kandidaten hatten im Vorfeld übrigens mehrmals gemeinsam Veranstaltungen besucht und waren dabei harmonisch miteinander umgegangen. Zum möglichen Ausgang der Wahl hielten sich beide zurück.

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