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Diese Frauen treten bei der Gemeinderatswahl im nächsten Jahr an, eine Bürgermeisterkandidatin soll noch benannt werden: Andrea Hinterwaldner, Irmgard Bumeder, Jeanette Dreßel, Regine Müller, Miriam Haseneder, Stephanie Kleck, Kerstin Distler, Anette Gorges, Maja Ott, Christine Schmierer, Vivian Haag, Elisabeth Haseneder, Margret Hecht, Petra Niclas, Gertrud Kiss, Kira Dreßel, Priska Bröse, Theresia Rothenaicher, Simone Dürr-Wendel, Andrea Windecker, Gabriele Stephan, Mechthild Hinderer-Mattulat, Daniela Dinges, Marie Steckel

Kommunalwahl 2020

Einheitsbrei bei Gemeinderatswahl? Nicht mit diesen Moosacher Frauen

Nun doch nicht gemeinsam! Die Moosacher Parteien und Wählerlisten diskutierten seit Sommer – im stillen Kämmerlein – über die Idee einer Listenvereinigung. Doch: die Idee ist vom Tisch.

Moosach – Das gab Regine Müller, Vorsitzende der „Frauen für Moosach“, bei deren Aufstellungsversammlung bekannt. Auch, dass sich die Frauen laut Satzung nicht an einer Einheitsliste beteiligen dürfen.

Hintergrund: In der Satzung legten die Frauen fest, ausschließlich Frauen zur Gemeinderatswahl aufzustellen. Im Anschluss bestätigten sie die Namen der 24 Kandidatinnen, die sich für einen Sitz im Gemeinderat bewerben. Zudem wollen die „Frauen für Moosach“ eine aus ihrer Mitte ins Rennen ums Bürgermeisteramt schicken. Wer das sein wird, wird eine eigene Mitgliederversammlung entscheiden.

Eisenschmid bestätigt Gespräche

„Ja, es gab Gespräche, gemeinsam anzutreten“, bestätigte der Vorsitzenden der Moosacher CSU, Michael Eisenschmid, der Ebersberger Zeitung. Weiter informierte Eisenschmid, dass die CSU in Kürze den Termin zu ihrer Aufstellungsversammlung bekannt geben werde. Dort werden die Christsozialen die Namen der Kandidaten zur Gemeinderatswahl und den Kandidaten fürs Bürgermeisteramt nennen. Eisenschmid bekundet weiter Interesse am Bürgermeisteramt, hielt sich aber zu Einzelheiten bedeckt, will die Aufstellungsversammlung erst abwarten.

Kommunalwahl 2020 in Bayern

Bauer: Idee noch nicht gestorben

Auch Robert Bauer, der die Moosacher UWG leitet, bestätigte Partei- und Listen übergreifende Gespräche. „Ich hätte das sehr begrüßt, die Idee war aber nichts Neues.“ Bauer versicherte, er selbst habe eine Listenvereinigung bereits für die vergangene Kommunalwahl 2014 vorgeschlagen und betonte: „Diesmal kam der Anstoß von Micheal Eisenschmid.“ Doch ganz gestorben ist der Einheitsgedanke noch nicht. Denn: sowohl UWG als auch AMP sprechen weiter über die Möglichkeit, sich zumindest zu zweit zusammen zu tun. „Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, wir sind intern – und mit der AMP noch in der Findungsphase“, so Bauer.

Diskussionen laufen zu beiden Themen: zur Liste für die Wahl der Gemeinderatskandidaten und über mögliche Kandidaten zur Bürgermeisterwahl. Ausdrücklich betonte Bauer, dass es auch Kandidatinnen sein können. Die anfangs angedachte große Listenvereinigung hatte das Ziel, dem Gegeneinander der Parteien und Listen, das Moosach in der Wahlkampfphase 2014 erlebte, entgegenzuwirken.

Schlammschlacht 2014

Bauer bezeichnete den vergangenen Wahlkampf als Schlammschlacht, 2. Bürgermeister Willi Mirus (AMP) meinte, der Kampf sei für alle heilsam gewesen. „Wir alle haben daraus gelernt und sind zu Erkenntnis gelangt: So was wird es nie mehr geben.“ Noch einen Hintergrund zum Wunsch nach Gemeinsamkeit zwischen zumindest UWG und AMP gibt es: für beide Listen gestaltet es sich schwieriger, ausreichend Bürgern zu finden mit Interesse an Kommunalpolitik – und dem Willen, sich ehrenamtlich im Gemeinderat fürs Gemeinwohl einzusetzen.

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„CSU und die „Frauen für Moosach“ haben als Partei oder Verein weniger Probleme, aus ihren eigenen Mitgliederreihen die Listen vollzubekommen“, so Bauer. Einen konkreten Termin für eine Aufstellungsversammlungen von UWG und AMP gibt es erst nach Ende der Gespräche, geplant ist Anfang Dezember.

„Auch wenn wir aufgrund unserer Satzung dem übergreifenden Listengedanken eine Absage erteilen mussten, wünschen wir uns allen einen fairen Wahlkampf“, betonte Vorsitzende Regine Müller am Ende der Aufstellungsversammlung der Frauen.

Susann Niedermaier

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