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Kosten für Sportheim explodieren

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Neben der Halle soll das neue Sportheim entstehen.  foto: sro
Neben der Halle soll das neue Sportheim entstehen. foto: sro

Kirchseeon - Der Kirchseeoner Moosboden trägt nicht - auch die Heizungsanlage wird teuer als ursprünglich geplant.

Beim neben der ATSV-Halle geplanten Sportheim laufen Kirchseeon die Kosten davon. Ursprünglich auf 400 000 Euro, dann zum Jahreswechsel auf 800 000 Euro taxiert, stehen jetzt 1,25 Millionen Euro im Raum. Eine Ursache für die Kostenmehrung: Wegen des schwierigen Baugrunds im Moos kann die ursprünglich angedachte wirtschaftlichere Pfahlgründung nach Absprache mit dem Bodengutachter nicht umgesetzt werden. Vielmehr muss der Boden ausgetauscht und ein statisch wirksamer Kieskoffer eingebracht werden. Dann wird auf dieser Schicht erst die Stahlbetonplatte positioniert.

Das neue Sportheim soll knapp 15 Meter breit und ebenso lang werden. Vorgesehen sind zwei Geschosse mit etwa 450 Quadratmetern Fläche. Architekt Matthias Garbe stellte jetzt im Gemeinderat das Konzept vor. Das Sportheim an sich soll aus einem Wand- und Deckensystem aus vorgefertigten Massivbauteilen in Sichtbetonoptik entstehen, die erst auf der Baustelle zusammenmontiert und mit Beton verfüllt werden. Das wirke „ziemlich modern“, so Bürgermeister Udo Ockel (CSU), habe aber gute Dämmschutzwerte und sei „so gut wie unkaputtbar“. Der wärmegedämmte Pultdachstuhl mit Metalldachbelag soll dann in Holzbauweise ausgeführt werde.

Im Vergleich zur ursprünglichen Planung höhere Kosten stecken auch im Heizungskonzept, weil dafür das Sportheim nun doch unterkellert werden soll. Man will nämlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gedacht ist an eine Pelletkesselanlage, die unters Sportheim kommt. Mit der würde zu 80 Prozent die Maßgabe, erfüllt, möglichst frei von fossilen Energiestoffen zu sein. Im Gesamtkonzept eingebunden ist auch die nahe ATSV-Halle. Dort ist die Heizung in die Jahre gekommen. Sie soll gegen eine Gaskesselanlage ausgetauscht werden, mit der insbesondere die Spitzenzeiten des Warmwasserbedarfs für die Duschen im Sportheim abgedeckt werden. Eine alternativ angedachte Luftwärmepumpe, die dem Umweltgedanken am meisten Rechnung trage, scheide aus, so der Planer. Diese Technik sei für ein so unterschiedlich stark genutztes Gebäude wie ein Sportheim einfach zu träge. Die jetzt geplanten Mehrkosten in Höhe von 450 000 Euro sollen durch eine höhere Verschuldung finanziert werden. er

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