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Krank durch lange Telefonate

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Landkreis - st längeres Telefonieren gesundheitsschädlich? Auf einer VHS-Veranstaltung in Grafing erfuhren die leider nur wenigen Teilnehmer viele Einzelheiten über Hoch- und Niederfrequenz-Strahlung, die von Telefonen und vielen Elektrogeräten ausgeht.

Der Diplomingenieur und Elektrobiologe Rudolf Renner erläuterte sehr sachkundig, wie sehr wir in unserer Zivilisation Strahlen ausgesetzt sind. Er berief sich auf das Bundesamt für Strahlenschutz, das vor zu langem Telefonieren mit Handy oder schnurlosem Apparat warnt, auch wenn bisher noch keine wissenschaftlichen Studien gesundheitliche Schäden nachweisen können.

Eines sei sicher: Kinder und Heranwachsende seien offensichtlich gefährdet, weil man nachweisen kann, dass vom Telefon ausgehende Strahlen bei diesen viel tiefer in das Gehirn eindringen als bei Erwachsenen.

Hier einige der wichtigsten Ratschläge des Referenten, der geduldig auf alle Fragen der Zuhörer einging: möglichst nicht in geschlossenen Räumen mit dem Handy telefonieren, weil durch den schlechten Empfang die Strahlung zunehme – also nicht im Zug oder S-Bahn, wo ja Handy-Gespräche zu einer echten Plage für die Mitreisenden geworden sind. Statt eines Gespräches sei es besser eine SMS zu versenden.

Auch schnurlose Geräte, besonders ältere Modelle, strahlen, die neuen Geräte allerdings nicht, wenn sie in der Basisstation stecken. Wer oft längere Gespräche führen müsse, sollte sich zusätzlich einen schnurgebundenen Apparat mit einem Doppel-Adapter kaufen.

Handys in eingeschaltetem Zustand sollten auf keinen Fall auf dem Nachttisch liegen gelassen werden, denn der Mensch sei in schlafendem Zustand besonders wehrlos gegenüber Strahlen.

Vor dem Kauf von Telefongeräten sollte man sich über den SAR-Wert informieren und auf das Label „ECO“ oder „LOW RADIATION“ achten.

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