Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Die Entspannungsbadewanne im Kreißsaalbereich ist bei den werdenden Müttern besonders beliebt, weiß Oberärztin Julia Neff. Foto: kn

Kreisklinik hat guten Ruf

Ebersberg - Im Jahr 2014 kamen hier 597 Kinder zur Welt - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Geburtshilfe-Abteilung der Kreisklinik Ebersberg freut sich: Wurde sie doch im Klinikreport 2015 des Münchner Merkur in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse in Bayern mit „sehr gut“ bewertet.

Die Abteilung erreichte laut Bewertung alle möglichen Referenzwerte für gute Qualität. Dazu zählen unter anderem medizinische Untersuchungen des Neugeborenen, wie etwa die konsequente Bestimmung des Säuregehalts des Nabelschnurbluts. „Das ist wichtig, denn bei einer Übersäuerung des Bluts durch Sauerstoffmangel beim Kind kann es zu Schädigungen des Gehirns kommen“, erklärt Oberärztin Julia Neff.

Die sehr guten Ergebnisse in Ebersberg sprächen für die hohe Qualität der Geburtshilfe, so Chefärztin Prof. Cornelia Höß. Bei Auffälligkeiten der gemessenen Herztöne des Kindes (CTG = Kardiotokographie), die ebenfalls durch Sauerstoffmangel verursacht werden können, werde gegebenenfalls eine sogenannte Mikroblutuntersuchung beim Kind durchgeführt, um das CTG besser einschätzen zu können.

Weiterer Pluspunkt: Die Zeit zwischen der Entscheidung zum Notfallkaiserschnitt und der Entbindung des Kindes - die sogenannte E-E-Zeit - liegt in Ebersberg bei unter zehn Minuten. Ist die Zeitspanne länger als 20 Minuten, steigt das Risiko für gesundheitliche Schäden beim Kind. „Glücklicherweise ist die Kaiserschnittrate bei uns sehr niedrig“, sagt Neff. 2014 lag sie bei 20,9 Prozent. Zum Vergleich: In ganz Bayern betrug sie 33,6 Prozent.

Das liege wohl daran, dass die Klinik normale Geburten mit allen Mitteln unterstütze: „Die werdenden Mütter können ihre Wehenschmerzen durch Bewegung lindern oder durch alternative Methoden wie Akupunktur und Homöopathie. Außerdem bieten wir die sanfte Wassergeburt an, zu der sie ihre eigene Lieblingsmusik mitbringen dürfen“, so die Oberärztin.

Zusätzlich stehen den werdenden Müttern jederzeit eine medikamentöse Schmerztherapie, eine Periduralanästhesie oder auch Lachgas zur Verfügung. Auch ein Dammschnitt wird nur noch selten bei bestimmten Begebenheiten vorgenommen. „Ein Dammriss - sollte es während der Geburt dazu kommen - heilt schneller als eine Naht“, erklärt Höß.

Die Komplikationsrate in der Ebersberger Geburtshilfe sei sehr gering, dank modernster Technologie und regelmäßiger Fortbildungen sei das Team jedoch für den Notfall bestens gerüstet. Die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit der Kreisklinik kommt der Geburtshilfe ebenfalls zugute: Bei Druck auf den Notrufknopf im Kreißsaal stehen sofort qualifizierte Anästhesisten zur Verfügung.

Die steigenden Geburtenraten in der Klinik belegen die gute Qualität der Geburtshilfe: 2014 kamen hier 597 Kinder zur Welt - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

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