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Franz Kisters (r.), Krippenspezialist, und Thomas Warg, Stadtführer, freuen sich auf die zweite Saison des Ebersberger Krippenwegs. Im Bild: Die „Wiedervereinigungskrippe im Landratsamt“ mit Verkündigungsengel statt Quadriga.

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Krippenweg: Ganz Ebersberg ist wieder im Weihnachtsfieber

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Ebersberg - 58 Geschäfte machen mit, insgesamt stehen fast 80 Krippen in den Schaufenstern: Den Ebersberger Krippenweg gibt es dieses Jahr zum zweiten Mal. Und er soll noch besser werden als 2015, wenn es nach Organisator Franz Kisters geht.

Bewaffnet mit Block und Stift sind Thomas Warg und Franz Kisters schnellen Schrittes durch Ebersberg unterwegs. Der Stadtführer und der Krippenspezialist sind beschäftigt mit den letzten Vorbereitungen, bevor am Samstag, 3. Dezember, der Ebersberger Krippenweg eröffnet – zum zweiten Mal gibt es die Ausstellung in Schaufenstern in der ganzen Stadt.

Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wollen es Kisters und Warg dieses Jahr noch besser machen, darum gehen sie den Weg gemeinsam komplett ab. „Das ist meine Hausaufgabe“, sagt Warg mit einem Schmunzeln. Am Samstag, um 14.30 Uhr, führt er die erste Besuchergruppe entlang der 58 Stationen. Darum lässt er sich von Kisters, dem Erfinder und Initiator des Krippenwegs, noch mit Informationen zu den einzelnen Ausstellungsstücken versorgen, denn der ist in dieser Hinsicht ein absoluter Spezialist.

Krippenfan Franz Kisters teilt seine Leidenschaft mit der ganzen Stadt

Zu jeder Krippe kann er eine Geschichte erzählen. Meist weiß er genau, wie sie entstanden ist – wenn er sie nicht sogar selbst gebaut hat. Denn ob altbayerische Holzkrippe, Wurzelkrippe oder Höhlenkrippe: Die Darstellungen der Geburt Jesu Christi sind Franz Kisters’ ganz großes Hobby, das er an Weihnachten mit seiner Heimatstadt teilen will.

„Das ist keine Endabnahme“, betont Kisters, während er in das nächste Schaufenster späht. Trotzdem notiert er sich an der ein oder anderen Station noch ein Detail, das es zu verbessern gilt: Eine umgefallene Figur oder fehlende Beleuchtung zum Beispiel. „Da muss ich noch besseres Licht organisieren“, sagt er, als er am Schaufenster der Ebersberger Zeitung vorbeigeht, in dem natürlich auch eine Krippe steht.

58 Geschäfte, fast 80 Krippen

Insgesamt 58 Geschäfte machen dieses Jahr mit – es sind fast 80 Krippen, die die Besucher des Krippenweges in diesem Jahr erwarten. Seit dem vergangenen Jahr, in dem es 50 Stationen waren, sind also einige hinzugekommen – der Erfolg der Aktion hat sich offenbar bei den Ebersberger Geschäftsleuten herumgesprochen.

Unter den Ausstellungsstücken sind echte Höhepunkte wie die rare „Osterrieder-Krippe“ in der Kirche Sankt Sebastian – Stadtführer Warg hat dafür sogar den Kirchenschlüssel bekommen. Eine kuriose Abwandlung der Heiligen Familiengeschichte steht im Landratsamt: Nicht im Stall zu Betlehem, sondern um das Brandenburger Tor sind die Figuren gruppiert. Statt der Quadriga thront obendrauf der Verkündigungsengel. Die Wiedervereinigungs-Krippe ist als Symbold der Völkerverständigung gedacht und enthält sogar ein Bruchstück von der echten Berliner Mauer, das Kisters mit einem Griff an die Rückseite des Brandenburger Tors hervorzaubert.

Alles, was Besucher wissen müssen, steht jetzt online

Neu ist in diesem Jahr auch, dass es entlang des Weges eine Schnitzeljagd für Kinder geben wird. Und einen Facebook-Auftritt sowie eine Internetseite hat der Krippenweg inzwischen auch: unter www.ebersberger-krippenweg.de stehen sämtliche Stationen und die Termine für die Führungen durch Thomas Warg und Franz Kisters. Ein Gewinnspiel gibt’s auch.

Der Ebersberger Krippenweg hat sich zu einer Attraktion gemausert, die über die Landkreisgrenzen hinweg Bekanntheit erlangt hat. Wer es zwischen 3. Dezember und 8. Januar – solange ist der Krippenweg geöffnet – nicht in die Kreisstadt schafft, kann ihn sich im Fernsehen ansehen: Am 12. Dezember widmet sich der Bayerische Rundfunk ab 16.15 Uhr dem Thema in der Sendung „Wir in Bayern“ – mit Franz Kisters live als Studiogast.

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