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Die Container für die neue Asylunterkunft sind schon da. In der Nähe könnte auf einem gemeindeeigenen Grundstück die Berufsschule entstehen.

Kritiker befürchten zusätzlichen Verkehr in Pöring

Unterschriften gegen Berufsschule

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Der Widerstand wächst. Franz Bachl und seine Helfer haben bereits fast 500 Unterschriften gegen die Errichtung einer Berufsschule in Pöring (Gemeinde Zorneding) gesammelt. Das Hauptargument ist der zu erwartende zusätzliche Verkehr – und das nicht nur in Pöring, sondern auch in Eglharting.

Zorneding– „Das ist keine klassische Bürgerinitiative“, betont Bachl gegenüber der EZ. Man wolle mit der Unterschriftenaktion jedoch deutlich machen, dass es in der Bevölkerung erhebliche Bedenken gegen das Schulprojekt gebe. Bachl hatte bereits bei der Bürgerversammlung das Thema angesprochen und dabei viel Zustimmung erhalten. „Der Applaus der Teilnehmer bestätigte meinen Standpunkt“, so Bachl

In einem Schreiben an Bürgermeister Piet Mayr hat Bachl seine Argumente zusammengefasst. Die Eglhartinger Straße, an der die neue Schule liegen soll, sei schon jetzt wegen des hohen überörtlichen Durchgangsverkehrs überlastet, so die Kritik. Die Hoffnung, dass sich der Verkehr durch Pöring nach Inbetriebnahme der Zornedinger Umfahrung reduzieren würde, habe sich „in Schall und Rauch aufgelöst“. Die Berufsschule am geplanten Standort steigere die Verkehrs- und Lärmbelastung weiter. Die Rede sei von rund 400 zusätzlichen Fahrzeugen am Tag. „Nur zur Erinnerung. In der Bürgerversammlung war noch die Rede von einer ganz geringen Verkehrsmehrbelastung, weil die Berufsschüler vielfach noch gar keinen Führerschein haben“, so Bachl. Die 30er-Zonen und die verkehrsberuhigenden Straßenverengungen in der Eglhartinger Straße und in den anderen Zufahrtsstraßen nach Pöring habe keine Entlastung gebracht. Im Gespräch ist eine Anbindung des Schulgeländes von Süden über den Neukirchner Weg und eine Brücke über die Bahn. Diesen Vorschlag bezeichnet Bachl als „abenteuerlich“. Das sei ein Fußweg, auf dem gerade mal ein Auto durchpasse. „Ich habe mir das vor Ort angesehen.“ Der Vorschlag sei ein Versuch, den beabsichtigten Berufsschulstandort „politisch und gegen die Meinung der Bevölkerung durchzudrücken“.

Franz Bachl kritisierte die Pläne für eine Berufsschule.

Bachls Fazit: „Der geplante Berufsschulstandort ist verkehrstechnisch und kostenmäßig nicht optimal erschließbar.“ Eine Schule am geplanten Standort zerstöre zudem das Ortsbild. Vom immer noch ländlichen Charakter Zornedings wäre „wieder ein Stück“ abgezwickt. Im Gegensatz zu einer Realschule oder einem Gymnasium habe eine überörtliche Berufsschule für die Landkreise München und Ebersberg für die Bewohner von Zorneding keinen besonderen Nutzen, sondern bringe nur zusätzliche Belastungen. Die Meinung, eine Berufsschule schaffe im Pöringer Unterdorf neue Einkaufsmöglichkeiten, sei „extrem unrealistisch“. Für die Bewohner der Anzinger Straße in Eglharting würde der Bau einer Berufsschule ebenfalls eine Mehrbelastung bedeuten, weil Schüler, die von Osten kämen, die Straße als Zufahrtsweg nutzen würden. „Ich bin nicht generell gegen eine Berufsschule“, so Bachl. „Sie sollte jedoch an einem Standort errichtet werden, für den schon „annähernd entsprechende Verkehrsanbindungen und auch ein Grundkonsens in der Bevölkerung vorhanden sind“. Die Unterschriftenaktion läuft übrigens noch. Bachls Ansage: „Wir sind noch lange nicht fertig.“

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