Volles Haus: Der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz (l.) hatte nach Zorneding eingeladen. Foto: jro

Lärmschutz wird noch heuer geprüft

Zorneding - Brenner-Basisttunnel: Deutsche Bahn verspricht, dass Gutachter auch die Meinungen vor Ort aufnehmen werden.

Entlang der Bahnstrecke München-Rosenheim soll es noch heuer eine Überprüfung des Lärmschutzes für die Anwohner geben. Das erklärte Susanne Müller, Projektleiterin für regionale Großprojekte bei der Deutschen Bahn, anlässlich einer CSU-Veranstaltung in Zorneding zum Thema Brennerbasistunnel. Ein Gutachter werde auch Meinungen vor Ort aufnehmen. Und Müller will zudem prüfen, warum es in Zorneding zwar auf der Südseite der Gleise eine Lärmschutzwand gibt, jedoch nicht auf der Seite Pöring. Dazu hatte es eine Anfrage aus dem Publikum gegeben.

Zusammen mit ihrem Kollegen Michael-Ernst Schmidt erläuterte Müller in der Veranstaltung zunächst das bereits laufende Trassenauswahlverfahren im Streckenabschnitt südlich von Rosenheim, bei dem auch die Bevölkerung eingebunden werden soll. „Es gibt noch keinen Entwurf, keine Varianten“, so Müller. Die Bahn wolle „Akzeptanz durch transparente Planung“ erreichen. In Bezug auf die Strecke Rosenheim-München, die durch den Landkreis Ebersberg führt, erklärte Müller, man könnte die Verkehre auch gleichmäßiger verteilen. Will heißen, nicht alle Züge, die aus dem Süden kommen, müssten über München fahren. Ein Ostkorridor sei wohl wesentlich effektiver als ein Tunnel. Eine derartige Lösung für ein von München kommendes, teilweise unterirdisch verlaufendes neues Gleis war in der Vergangenheit diskutiert worden. Aber: „Der Tunnel steht immer noch im Raum“, so Müller. Konkretere Aussagen zur Planung München-Rosenheim wollte Müller nicht machen. Dazu habe die Bahn noch keinen Auftrag. Man müsse zunächst den neuen Bundesverkehrswegeplan abwarten.

Irritiert zeigten sich Besucher von den Zugzahlen, die Müller nannte. Die lägen in Kirchseeon nicht bei 239, sondern bei 350, so die Kritik. Müller erklärte dazu, bei ihren Zahlen sei die S-Bahn nicht eingerechnet. Diese habe mit dem Brenner-Nordzulauf nichts zu tun.

Andreas Lenz, CSU-Bundestagsabgeordneter, erklärte zur Lärmschutz-Überprüfung: „Neu ist, dass auch Maßnahmen beinhaltet sind, die über das bisherige freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes hinausgehen.“ Beim Thema Brennerbasistunnel will Lenz zum Wohle der Bevölkerung mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer zusammen arbeiten. Lenz verwies schmunzelnd auf die Große Koalition in Berlin.

Robert Langer

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