Die Varroa-Milbe schädigt die Bienenbrut. dpa

Bienen brauchen Plan B

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Landkreis - Der milde Winter der vergangenen Saison hilft nur der Varroa-Milbe - einem Bienenschädling. Das Landratsamt Ebersberg erlässt deshalb eine Anordnung.

Haben die Bienen im Landkreis Ebersberg einen harten Sommer vor sich? Die Abteilung öffentliche Sicherheit des Landratsamtes Ebersberg geht von dieser Annahme aus und hat alle Imker amtlich zu entsprechenden Gegenmaßnahmen aufgefordert. Fachleute befürchten, dass es sonst zu einem großen Bienensterben kommen könnte. Ursache der Bedrohung ist eine mögliche Massenvermehrung der Varroa-Milbe.

Und der Grund für diese Annahme liegt schon ein paar Monate zurück. Es ist der milde Winter.

Der hat den Bienen zwar gut getan insofern, als dass etwa ein Drittel der Impenvölker keine Brutpause eingelegt hat. Die relativ hohen Temperaturen sind aber auch der Varroa-Milbe zugute gekommen. Denn eine Bekämpfung des Parasiten setzt eine Brutpause im Bienenstock voraus. Die gab es aber vielfach nicht. Deshalb geht die Varroa-Milbe jetzt mit einer hohen Startpopulation in die soeben begonnene Saison 2016. Der Anordnung des Landratsamtes Ebersberg muss Folge geleistet werden, es sei denn, jemand erhebt Klage dagegen. Aber selbst das hätte keine aufschiebende Wirkung.

„Die Behandlung der Bienenvölker, die auf dem Gebiet des Landkreises Ebersberg gehalten werden, ist nach Trachtende im Jahr 2016 durchzuführen“, informiert die Kreisbehörde und warnt, dass nur „verkehrsfähige Arzneimittel“ eingesetzt werden dürfen, über die ein Nachweis geführt werden muss. „Weniger einschneidende Maßnahmen als die Anordnung der Behandlung der Bienenvölker gegen Varroatose sind für eine wirksame Bekämpfung im Landkreis Ebersberg derzeit nicht ersichtlich. Damit ist diese Anordnung verhältnismäßig“, so die Kreisbehörde knapp.

Die Varroa-Milbe ist wahrscheinlich mit Importbienen eingeschleppt worden. Die 1,7 Millimeter großen Parasiten ernähren sich vom Blut der Arbeiterbienen und schädigen gleichzeitig die Brut im Bienenstock.

So können ganze Völker ausfallen, weil bereits die jungen Bienen geschwächt werden und sterben. „In diesem Jahr wird es besonders wichtig sein, dass die Imker konsequent und frühzeitig gegen die Milbe vorgehen“, ist die Kreisbehörde überzeugt. Die schlechte Nachricht: Auch eine fachgerechte Behandlung führt nicht zu einer gänzlichen Milbenfreiheit. Es könne lediglich der „klinisch manifeste Ausbruch der Varroatose“ verhindert werden.

Obwohl die Varroatose eine große Gefahr für die Bienenvolker im Landkreis Ebersberg darstellt, sind von der Anordnung des Landratsamtes doch nicht alle Imker betroffen. Es gibt nämlich einen Plan B. Denn inzwischen werden Zuchtversuche unternommen, die die Völker resistent machen sollen gegen den fremden Parasiten. „In diesen Fällen würde die Anordnung der Behandlung die Durchführung der Versuche zur Erforschung der Varroatosebekämpfung verhindern“, so die Kreisbehörde.

Eine Planungshilfe

für die Varroazid-Anwendung erhalten Imker aus dem Landkreis Ebersberg unter der Internetadresse http://www.lwg.bayern.de/bienen/krankheiten

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