Faschingsumzug in Grafing
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Der beliebte Grafinger Straßenfasching musste heuer ebenso ausfallen wie alle anderen närrischen Veranstaltungen. Doch für die kommende Saison sind die Vereine optimistischer (Archiv).

Am 11.11. um 11.11 Uhr

Faschingsvereine bereiten sich auf närrische Zeit vor: „Es muss jetzt einfach wieder weitergehen.“

  • Raffael Scherer
    VonRaffael Scherer
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Nach dem Corona-bedingt ruhigen Faschingsauftakt vergangenes Jahr, sind die Faschingsvereine im Landkreis Ebersberg diesmal optimistischer.

Landkreis – Setzt die roten Nasen auf und ladet die Konfettikanonen! Die Faschingsvereine im Landkreis wollen wieder durchstarten. Alle drei heimischen Vorstände sind optimistisch, dass der Faschingsbeginn am 11. November ab 11.11 Uhr wieder gefeiert werden kann – sofern die Pandemie-Maßnahmen so bleiben wie bisher.

Wegen der Corona-Maßnahmen war es zu Beginn der Faschingssaison 2020 im Landkreis sehr still. „Letztes Jahr haben wir zwar ein bisschen was gemacht, aber nicht öffentlich, nur wir und die Gemeinde mit Masken und Abstand“, erinnert sich Klaus Neugebauer, Vorstand des Markt Schwabener Faschingsvereins Falkonia. Damals hatten sie den Rathausschlüssel an den Kran der anliegenden Baustelle gehängt. „Ein bisschen Blödsinn musste halt doch sein“, sagt Neugebauer und lacht.

Faschingsstart am 11.11.: Markt Schwabens Falkonia plant Stand am Marktplatz

Dieses Jahr plant die Falkonia zum Faschingsbeginn einen öffentlichen Stand unter dem Pavillon am Marktplatz. Es soll Glühwein und Bier ausgeschenkt werden und Bürgermeister Michael Stolze überreicht dem Verein traditionell den Faschingsschlüssel, so Neugebauers grober Plan. Außerdem soll der neu gewählte Vorstand dort in Erscheinung treten.

Da am Donnerstagvormittag zeitgleich der Wochenmarkt stattfindet, setzt Neugebauer auf neugierige Spontanbesucher: „Markt Schwaben war noch nie die Faschingshochburg, aber wir hoffen, dass ein paar Leute zusammenkommen“, sagt er.

Grafinger Faschingsbären sind optimistisch: „Wir orientieren uns da an den Clubs“

Ebenso könnte sich Felix Pollinger, Vorstand der Grafinger Faschingsbären, einen Auftakt in seiner Gemeinde vorstellen: „Wir orientieren uns da an den Clubs. Wenn da wieder gefeiert werden darf, dann sollten doch auch Faschingsfeiern möglich sein“, sagt er. Zwar müsse sich noch mit der Gemeindeverwaltung abgesprochen werden, aber prinzipiell könnte er sich einen Stand mit Sektausschank am Marktplatz vorstellen.

Vergangene Saison hatte der Verein den „Faschingsbärenweg“ als Alternative zu echten Veranstaltungen organisiert. Eine Art Schnitzeljagd durch Grafing und die Vereinsgeschichte.

Faschingsbeginn im Landkreis: Ebersberger Faschingsverein

Der Faschingsverein Ebersberg ist hingegen noch ein wenig unentschlossener: „Zumindest abgesagt ist bisher nichts“, sagt Vorstand Robert Gockner. Vorbereitet sei bisher aber ebenfalls nichts. Der Verein möchte die nächste Vorstandssitzung in einer Woche abwarten, bis Genaueres gesagt werden kann.

Grund dafür sind die sich ständig ändernden Hygieneschutzmaßnahmen. Planung von Veranstaltungen sei da derzeit eine „vage Geschichte“, sagt er. Bei einem Faschingsumzug mit 2000 Leuten jeden auf 3G kontrollieren zu müssen, sei etwa ein Ding der Unmöglichkeit für Vereine, erklärt er,

Vereine machen Faschingsanstich von Corona-Regelungen abhängig - und wagen weitere Pläne

Sollten sich bis zum November die Vorgaben ändern, könne laut Gockner jedoch schnell und spontan reagiert werden: „Wenn es im Bereich des Möglichen ist, findet Fasching auf alle Fälle statt“, so der Vorstand. Die wechselnden Corona-Vorgaben sorgen auch bei den anderen Vereinen für Kopfzerbrechen: „Man will einfach keine Arbeit reinstecken wenn es dann kurzfristig doch nichts wird“, fasst Neugebauer zusammen.

Mit den derzeitigen Maßnahmen steht dem Anstich und weiteren Veranstaltungen wie etwa Kinderfasching oder Faschingsbällen jedoch nichts im Wege, sind sich die drei Vorstände einig. Und Lust zu Feiern ist definitiv vorhanden, sagt Neugebauer: „Es ist Zeit, es muss jetzt einfach wieder weitergehen.“

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