Zwar mit Maske, aber dicht gedrängt: Eine solche Enge wie in diesem Foto, das jüngst im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen entstand, würden die Grünen in den Schulbussen im Landkreis Ebersberg gerne vermeiden.
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Zwar mit Maske, aber dicht gedrängt: Eine solche Enge wie in diesem Foto, das jüngst im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen entstand, würden die Grünen in den Schulbussen im Landkreis Ebersberg gerne vermeiden.

Infektionsgefahr im Gedränge

Grüne warnen vor Virenschleuder Schulbus

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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In den Schulen im Landkreis Ebersberg gelten viele Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Die Grünen warnen: Das hilft alles nichts, wenn der Schulbus zum Ansteckungsherd wird. Sie haben daher einen Auftrag an den Landrat formuliert.

Landkreis – Mit dem Beginn des neuen Schuljahres kommt auf die Schüler und Lehrer im Landkreis Ebersberg einiges an möglichen Hygienemaßnahmen zu. Ein Thema, das den Grünen im Landkreis dabei bisher zu kurz kam: Der Infektionsschutz auf dem Hin- und Heimweg. „Überfüllte Schulbusse sind in Zeiten der Corina-Pandemie für unsere Schülerinnen und Schüler nicht zumutbar“, erklärt die Kreistagsfraktion. Auf vielen Linien im Landkreis sei dies aber bisher üblich gewesen.

„Nach wenigen Kilometern waren die Scheiben oft schon beschlagen“

In einer schriftlichen Anfrage an Landrat Robert Niedergesäß fordern die Grünen daher ein Hygienekonzept für die Schulbuslinien und den öffentlichen Nahverkehr. Der Landkreis ist Organisator und Besteller der Schulbuslinien. So solle die maximale Besetzung im Bus auf 80 Prozent der Sitzplätze beschränkt werden. „Auf vielen Schulbuslinien im Landkreis waren die Busse vor Corona übervoll. Nach wenigen Kilometern Fahrt waren die Scheiben oft schon beschlagen“, heißt es zur Begründung. „Dies wären optimale Voraussetzungen für eine Ansteckung.“

Mehr Busse gegen das Gedränge

Abgesehen von einer Maximalbelegung sei auch denkbar, zusätzliche Fahrmöglichkeiten anzubieten oder gar den Unterrichtsbeginn zeitlich zu variieren, um das Fahrgastaufkommen zu entzerren. „Angesichts der ausbleibenden Busreisen im Tourismusbereich stehen den regionalen Busunternehmen viele Reisebusse zur Verfügung, die zusätzlich eingesetzt werden können“, argumentieren die Grünen. Außerdem müsse das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes streng eingehalten werden.

Für das Hygienekonzept solle sich der Landkreis mit dem Gesundheitsministerium eng absprechen und für die zusätzliche Bestellung von Bussen einen Förderantrag an die Staatsregierung stellen, um mögliche Zuschüsse zu nutzen.  

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