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Mit Klettergeschirren abgesichert schaufeln die Männer der Ebersberger Feuerwehr den Schnee vom Dach des historischen Klosterbaugebäudes.

Einsatzkräfte 

Jetzt kommt gefährliches Tauwetter

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Das einsetzende Tauwetter bringt den Einsatzkräften im Landkreis Ebersberg derzeit eine kleine Verschnaufpause. Vorher allerdings sorgte es noch für eine Menge Arbeit.

Feuerwehrmänner mussten auf Dächer im Landkreis, um sie von den Schneemassen zu befreien. Sogar eine Drehleiter wurde verwendet.

„Ein Glück, dass nichts passiert ist“, sagt der Ebersberger Feuerwehrkommandant Uli Proske nach diesem Einsatz. In Ebersberg im Klosterbauhof hatte am Sonntag die Schneelast das Fanggitter samt Dachziegeln aus dem Dach des Gebäudes gerissen. 

Anschließend krachte das Eisenteil in den Hof, wo auch der Eingang zu einem Café ist. „Da gehen ständig Leute ein und aus“, ist Proske froh, dass niemand verletzt wurde. „Wir sagen schon lange, dass da ein zweiter Schneefang auf das Dach gehört.“ Die Feuerwehrmänner versuchten, die Dachhaut, so gut es ging, wieder abzudichten.

Feuerwehr muss Kindergarten befreien

Auch die Glonner Feuerwehr musste zu einem ähnlichen Fall ausrücken, berichtet Kommandant Stefan Jaensch. In diesem Fall hatte ein von einer Photovoltaikanlage abrutschendes Schneebrett das Fanggitter an einem Privatgebäude abgerissen. Außerdem schaufelten die Männer der Glonner Wehr Schnee von zwei Flachdächern an Glonner Schulgebäuden.

Die Ebersberger Einsatzkräfte schippten mit 30 Mann der Wehren aus Ebersberg und Oberndorf Schnee von der Dr. Wintrich- Halle. Dasselbe Team räumte auch die Dachflächen an der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Ebersberg. Das war aber noch nicht alles: Je 25 Feuerwehrdienstleistende mussten den Kindergarten St. Benedikt und auch den Kindergarten St. Sebastian von einer gefährlich hohen Schneelast befreien.

Mit Klettergeschirren abgesichert schaufeln die Männer der Ebersberger Feuerwehr den Schnee vom Dach des historischen Klosterbaugebäudes.

Auch außerhalb des Landkreises wurde Hilfe benötigt. Ehrenamtlichen Einsatzkräfte des BRK-Kreisverbandes Ebersberg griffen dabei unterstützend in den oberbayerischen Katastrophengebieten ein.

Insgesamt waren von Samstag Mittag bis Sonntag Früh 23 ehrenamtliche BRK-Einsatzkräfte aus dem Landkreis Ebersberg zur Mithilfe im Landkreis Miesbach im Einsatz. Die BRK-Feldküche wurde zudem noch Samstagabend nach Geretsried gebracht und bis auf Weiteres der dortigen Verpflegungsgruppe ausgeliehen, um deren Versorgungskapazität zu verstärken. 

Rund um die Uhr die Erreichbarkeit des BRK

Die Anforderung erfolgte durch den federführenden BRK-Bezirksverband Oberbayern in enger Abstimmung mit den Katastrophenschutzbeauftragten des BRK-Kreisverbandes Ebersberg, Bernhard Nowotny und Maximilian Pöhlmann. Diese sorgten zusammen mit dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Andreas Jaap seit Freitagabend für die notwendige Organisation im Hintergrund und stellten rund um die Uhr die Erreichbarkeit des BRK sicher.

Die Aufgaben der Ehrenamtlichen vor Ort umfassen die Unterstützung der Sanitätseinsatzleitung, Betreuungseinsätze sowie Verpflegungsausgabe für die zahlreichen Hilfskräfte, die sanitätsdienstliche Absicherung von Dachräumarbeiten und Unterstützung bei Patiententransporten. 

Auch im Landkreis Ebersberg passten die Rotkreuzler auf: während der schneereichen Tage von Donnerstag bis Samstag verstärkten jeweils zwei Ehrenamtliche vorsichtshalber den regulären Rettungsdienst mit einem allradgetriebenen zusätzlichen Krankenwagen im Schichtdienst.

Die Mitglieder der Ebersberger Schnell-Einsatz-Gruppe helfen auch in Bad Wiessee im Landkreis Miesbach aus, wo dieses Foto entstand.

Entwarnung aus dem Landratsamt

Weitere Unterstützung für die vom Schneefall besonders betroffenen Gebiete ist in den nächsten Tagen geplant, nachdem man davon ausgeht, dass die Katastrophenlage in den alpennahen Landkreisen immer noch weiter bestehen bleibt. „Wir wünschen allen Einsatzkräften eine sichere Rückkehr“, sagte Elisabeth Seibl-Kinzlmaier von der BRK-Kreisgeschäftsführung.

Entwarnung kam am Montag aus dem Landratsamt: „Die Schneelasten auf den Turnhallen das Landkreises (weiterführende Schulen und Sonderpädagogische Förderzentren) sind jetzt im grünen Bereich, so dass sie wieder benutzbar sind. Nur die Halle am Humboldt-Gymnasium Vaterstetten muss noch geschlossen bleiben, weil dort die Schneelast eine sichere Nutzung noch nicht zulässt“, so der Büroleiter des Landrats, Norbert Neugebauer.

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