Personalnot bei Lebensrettern

Landkreis - Die Integrierte Rettungsleitstelle kämpft gegen einen Personalmangel - und das nach Informationen unserer Zeitung schon länger.

Allerdings war die Alarmbereitschaft deswegen wohl zu keiner Zeit in Gefahr. Nun werden zusätzliche Disponenten gesucht.

Sämtliche Feuerwehren und Rettungsdienste sowie das Technische Hilfswerk werden von der Integrierten Leitstelle (ILS) in Erding alarmiert. Zuständig ist sie für das Gebiet des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Erding, sprich die Landkreise Ebersberg, Erding und Freising. 22 Disponenten arbeiten derzeit bei der ILS im Zwölf-Stunden-Schichtbetrieb. Offiziell ist bei der ILS und dem Landkreis Erding als Träger - er übernahm den Betrieb vor sechs Jahren vom Bayerischen Roten Kreuz und hatte damals unter anderem den Flughafen als Mitbieter ausgestochen - nicht von Personalnot die Rede.

Christina Centner, Sprecherin des Erdinger Landratsamtes, erklärt: „Der Dienstbetrieb wurde immer ordnungsgemäß aufrecht erhalten.“ Die Zahlen sprechen freilich eine andere Sprache. Denn auf Anfrage sagt Centner, dass der Plan für das Vorjahr 25,5 Stellen vorgesehen habe. Zur Verfügung stehen aber nur besagte 22 Mitarbeiter. Im Personaltableau für 2015 sind es auf einmal 29 Stellen, die längst noch nicht alle besetzt sind. Ausschreibung und Bewerbungsverfahren laufen laut Centner, „die Einstellungen sollen sobald wie möglich erfolgen“.

Nach Informationen unserer Zeitung liegt dieser Aufstockung ein Personalgutachten zugrunde, das intern für reichlich Zündstoff sorgte und dessen Veröffentlichung immer wieder verzögert wurde. Die aktuelle Unterdeckung und die vorgesehene Aufstockung dokumentieren: Bei der ILS ist die Personaldecke mehr als angespannt. Die Mitarbeiter schieben einen Berg an Überstunden vor sich her und müssen immer wieder einspringen. Der Träger teilt dazu mit, dass das Gutachten unter anderem in Auftrag gegeben worden sei, weil das Arbeitsaufkommen insgesamt gestiegen sei und es krankheitsbedingte Ausfälle gegeben haben habe. Der Mangel lässt sich nicht von heute auf morgen beseitigen.

Von Hans Moritz

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