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„Große Herausforderungen“: Vielen Tankstellen geht Sprit aus – Experten klären auf

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Von: Theresa Kuchler, Michael Acker

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„Liebe Kunden, derzeit kein Super“: Dieses Schild musste Pächter Lukas Wolf Anfang der Woche vor den Eingang seiner Tankstelle in Parsdorf stellen.
„Liebe Kunden, derzeit kein Super“: Dieses Schild musste ein Pächter Anfang der Woche vor den Eingang seiner Tankstelle in Parsdorf stellen. © PRIVAT

Viele Autofahrer machen gerade die Erfahrung, dass sie von einer Tankstelle zur nächsten fahren müssen. Der Grund: Sprit-Mangel an der Zapfsäule. Wir haben einmal nachgefragt, woran das liegt.

Landkreis – Weil sich die Tanknadel in ihrem Auto immer weiter nach unten bewegte, wollte eine Leserin zu Beginn dieser Woche an einer Tankstelle in Vaterstetten Halt machen. An der Zapfsäule angekommen, musste die Frau allerdings feststellen, dass er hier keinen Sprit bekommt. Es gab schlichtweg keinen Kraftstoff mehr, den die Tankstelle ihm hätte verkaufen können. Auch an zwei weiteren Tankstellen, die die Autofahrerin aufsuchte, blieb die Suche nach Benzin erfolglos.

Tatsächlich ist dieser Erfahrungsbericht unserer Leserin kein Einzelfall. Im Moment kommt es häufiger vor, dass die Tankstellen in der Region zu wenig Sprit geliefert bekommen und sich das Angebot an der Zapfsäule dadurch deutlich minimiert. Der Grund dafür liegt in der Logistik – denn die hat gerade mit mehreren Problemen zu kämpfen.

Spritmangel an der Zapfsäule: Auch das Niedrigwasser des Rheins ist Ursache

Auf Nachfrage teilt der Wirtschaftsverband „Fuels und Energie en2x“, zu dem etwa Shell, Esso und Jet gehören, die Gründe für die Versorgungsengpässe an Tankstellen mit. So sei zum einen der anhaltend niedrige Wasserspiegel des Rheins dafür verantwortlich, dass „gerade weniger Mineralölprodukte auf dem Fluss transportiert werden können“. Damit fällt ein wichtiger Transportweg für die Sprit-Lieferanten weg. Hinzukommen würden der Teilausfall einer wichtigen Raffinerie in Österreich, der Fahrermangel bei Tankkraftwagen sowie Stockungen bei der Güterbahn.

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Der Tankstellen-Verband erklärt weiter, dass gerade zahlreiche Betriebe verstärkt auf Heizöl umstellen, was die Lieferkapazitäten zusätzlich belaste. Immerhin stehen die dann „in dieser Zeit nicht für den Transport von Benzin und Diesel zur Verfügung“. Auch das erhöhte Verkehrsaufkommen in den Sommerferien spielt „Fuels und Energie en2x“ nach eine Rolle, warum viele Tankstellen in Süddeutschland gerade nicht zuverlässig beliefert werden.

Tankstellen-Verband sieht sich „mit großen Herausforderungen konfrontiert“

Der Verband betont gleichzeitig, dass solche Leerstände „immer nur vorübergehend und nicht flächendeckend“ seien und dass es ausreichend Mineralölprodukte auf dem Markt gebe. Aber: „Wir sehen uns mit großen Herausforderungen konfrontiert, Benzin, Diesel oder Heizöl zur rechten Zeit und in ausreichender Menge an die Zielorte zu transportieren“. Dass sich die Situation in nächster Zeit verbessert, sei nicht zu erwarten.

Dass Tanklaster mit frischen Sprit-Lieferungen ausbleiben, ist auch bei der Total-Tankstelle in Parsdorf vorgekommen. Die saß laut Pächter Lukas Wolf rund 24 Stunden auf dem Trockenen. Im Moment sei wieder genügend Sprit im Tank. Die Kunden hätten erbost reagiert, sagt Wolf, mit Erklärungen komme man da nicht weit.

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