Lebensretter verurteilen "Feldzug"

Zorneding - „Absolut unverzichtbar“ ist der heftig diskutierte neue Behördenfunk (BOS) laut Feuerwehr und Rotem Kreuz in Pöring und Zorneding. Die Hilfsorganisationen sehen sich als Vertreter der „schweigenden Mehrheit“ in der Bevölkerung.

Die Debatte um mögliche Standorte für die Sendeanlagen und eine mögliche Gefahr für die Gesundheit ist heftig. Begonnen hat der Streit im Landkreis in Zorneding mit Planungen für einen Masten auf dem Raiffeisen-Siloturm. Vorläufiger Höhepunkt: Der Boykottaufruf einer „Bürgerinitiative“ gegen Hubert Röhrl, der in Zorneding ein Elektrogeschäft betreibt und sich als Gemeinderat für den Standort ausgesprochen hatte (wir berichteten).

Kristina J. Bielack (Rotkreuz-Bereitschaft Zorneding), Robert Bösl (Feuerwehr Zorneding) und Peter Berger (Feuerwehr Pöring) wollen jetzt in einem Schreiben an die Ebersberger Zeitung klar Stellung beziehen. „Meinungen von Mandatsträgern dürfen nicht zu einem unsachlichen Feldzug in der Öffentlichkeit führen.“ Die Entscheidung eines demokratischen Forums, des Gemeinderates, für die Allgemeinheit sollte von allen mitgetragen werden, so ihre Argument. „Wir bitten die Entscheidungsträger, Gebäudebesitzer und besorgten Bürger den sorgfältig ausgewählten Standort zu akzeptieren um damit auch in Zukunft eine reibungslose Kommunikation und eine effiziente Arbeit der Rettungskräfte zu gewährleisten.“

Und weiter: Bei allem Verständnis für die gesundheitlichen Bedenken einzelner Personen, sei es wichtig, auf die Bedeutung des Behördenfunks gerade auch für die örtlichen Organisationen mit Sicherheitsaufgaben hinzuweisen. Dieses Funknetz diene damit in erster Linie der schnellen Hilfeleistung im Notfall und sei eine Einrichtung zum Wohle aller Bürger, die absolut unverzichtbar ist. Die Auswahl der Standorte erfolge nach strengen Richtlinien. Dabei würden besonders Standorte ausgewählt, die durch ihre großflächige Gebietsabdeckung den Bedarf an weiteren Sendemasten reduzierten.

„Wir glauben, eine schweigende Mehrheit zu vertreten und wollen uns gegen die Angriffe und Boykottaufrufe einzelner Bürger aussprechen“, so Feuerwehr und BRK in Zorneding.

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