Lebenszeichen der AfD

Landkreis - Anzinger kündigt die Wahl eines neuen Kreisvorstands an.

Der Kreisverband Erding-Ebersberg der Alternative für Deutschland (AfD) ist noch nicht tot. Dies versichert Hjalmar Brauner, der als einziger noch dem Kreisvorstand angehört, in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Sämtliche Vorstandskollegen hatten, wie berichtet, nach dem turbulenten Parteitag vor knapp zwei Wochen in Essen das Handtuch geworfen. In einer Presseerklärung hatte die lokale AfD daraufhin erklärt, den Wechsel im Bundesvorstand von Bernhard Lucke zu Frauke Petry „nicht mittragen zu können“. Dies sei ein Rechtsruck ins extreme Lager hinein. Die AfD werde nun zu einer reinen Pegida-Bewegung verkommen, so die Prognose der Zurückgetretenen, die vorsorglich gleich das Ende des gesamten Kreisverbandes verkündet hatten. Die Presseerklärung hatte der gesamte Vorstand unterzeichnet. Unmittelbar nach der Veröffentlichung meldete sich der Anzinger Hjalmar Brauner bei der Heimatzeitung. „Ich bin nicht ausgetreten und werde weiter für die AfD aktiv sein“, ließ er die Redaktion wissen. Ihr warf er in diesem Zusammenhang in AfD-Diktion vor, als Lügenpresse zu agieren.

Ferner kündigte Brauner an, dass der Kreisverband Erding-Ebersberg „in naher Zukunft einen neuen Vorstand wählen und dann wieder handlungsfähig sein will“. So lange müssten sich Mitglieder und Förderer der AfD, die als eurokritisch gilt, gedulden. Für sich und den verbliebenen AfD-Rumpf stellt Brauner fest: „Der neue AfD-Bundesvorstand repräsentiert in vollem Umfang unsere breite programmatische liberal-konservative Aufstellung.“ Allen Unkenrufen einiger Medien zum Trotz habe die AfD nun ein schärferes liberales Profil als vor dem Parteitag. Neben Petry gehöre dem Vorstand gleichberechtigt Prof. Dr. Jörg Meuthen an, der, so Brauner, „ein Vertreter der ordoliberalen Linie in der Tradition Ludwig Erhards ist“. ham

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