Das Löffelkraut wird bekannt

Glonn - Mehr als zehn Stücke hat "Doctor Döblingers geschmackvolles Kasperltheater für Kinder" im Repertoire. Ganz neu: "Kasperl und das Löffelkraut". Die Premiere fand in Glonn statt.

Ganz bewusst. "Denn", so Daniela Lemp in ihrer Begrüßung, "es gibt nur noch 19 Stellen auf der Welt, wo das Löffelkraut wächst. Zwei davon sind in Glonn". Lemp ist die Geschäftsstellenleiterin des Landschaftspflegeverbandes Ebersberg, der die Uraufführung in Glonn initiierte. Mit dabei Arnold Schmidt. Der Bürgermeister von Forst-inning steht dem Verein vor.

Die Aula der Glonner Volksschule war gut gefüllt. Dem jungen Publikum hat's sichtbar und hörbar gefallen. Schließlich haben die Puppenspieler alles aufgeboten, was zu einem richtigen Kaspertheater gehört: Neben dem Kasperl und dem Seppl durfte natürlich die Großmutter, eine böse Hexe, ein Zauberer, ein Räuber und ein Wachtmeister nicht fehlen. Vor allem aber Schlapphund Vinzenz sorgte immer wieder für Heiterkeit. Gerade auch, weil er es wagte das Löffelkraut anzupinkeln, das in diesem Fall niemand anderes war, als der von der Hexe verzauberte Wachtmeister Wirsing. Ihr blieb gar nicht anderes übrig als den Beamten zu verzaubern, denn: "Wohin man guckt, wohin man schaut, nirgends gibt's das Löffelkraut".

Das Löffelkraut, "Bayerns Ureinwohner", benötigte sie aber dringend für ihre "Mogelsuppe", um den Zauberer hereinzulegen. Wie sollte es anders sein: Zum Schluss löste sich alles in Wohlgefallen auf - mit Hilfe von Kasperl und Seppl. Der Wachtmeister wurde wieder zum Wachtmeister und alle Bösewichte bekamen ihre gerechte Strafe. Eines wurde mit dem Theaterstück aber erreicht: Der Bekanntheitsgrad und die Bedeutung des "Ureinwohners Löffelkraut" konnte gesteigert werden. Und: Die Theaterspieler warben mit ihrer Mundart zusätzlich, ob bewusst oder unbewusst, für den Erhalt der bayerischen Sprache. Für alle Kinder gab es zum Abschluss kostenlos das Theater als Hörspiel auf CD.

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