Lorenzenberger Protest

Aßling - Im Januar hat der Aßlinger Gemeinderat im zweiten Anlauf entschieden, den digitalen Behördenfunk auf einem Masten im „Osterholz“ installieren zu lassen. Dagegen opponiert jetzt eine Initiative aus vorwiegend Lorenzenberger Bürgern.

„Solange die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Tetrafunk-Sendern und Endgeräten für Anwohner und Einsatzkräfte nicht belegt werden kann, lehnen wir die Sendestandorte auf unserem Gemeindegebiet ab“ schrieben Ursula Ahrens, Christel Kühnel, Gottfried und Elfriede Pregler, Sabine Schneider und Arthur Düser sowie Ingrid Steuger an Bürgermeister Hans Fent und die Gemeinderäte. Deshalb hätten sie die Bürgerinitiative „Tetra-Funk“ gegründet.

Solle der Tetra-Sender im Osterholz, das etwa 800 Meter entfernt von Lorenzenberg liegt, in Betrieb gehen, „werden wir sofort nach Errichtung des Funkmastens die Auswirkungen des Probebetriebs auf Mensch und Natur beobachten, gegebenenfalls Messungen durchführen und unsere Ergebnisse über Jahre hinweg dokumentieren“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Außerdem werde man „eine Plattform für Bürger, Landwirte, Feuerwehrleute, Jäger und Imker schaffen, damit diese sich mit gesundheitlichen Änderungen und naturkundlichen Auffälligkeiten an uns wenden können“, wird als ein weiteres Ziel der Bürgerinitiative beschrieben. Die neue Initiative erhofft sich Unterstützung der Gemeinde Aßling, da man sich „einzig für die Gesundheit und das Wohl eines jeden Aßlinger Bürgers“ einsetze.

Seitens des seit vielen Jahren bestehenden Vereins „Mobilfunk mit Grenzen“ reagierte dessen Vorsitzende Trudi Christof verhalten auf die neue Bürgerinitiative und lehnte einen Zusammenschluss ab. Christof verwies darauf, dass „Mobilfunk mit Grenzen“ bereits 2010 erstmals gegenüber der Gemeinde den Tetra-Funk angesprochen habe und seitdem zahlreiche Schreiben verschickt worden seien.

Verwundert ist Christof zudem, dass sich die Initiative erst jetzt, seit es sich ums Osterholz als Sendestandort handelt, gegründet habe und nicht schon viel früher aktiv geworden sei - etwa als 2012 der nur 400 Meter von der Bebauung des Hauptorts entfernt liegende Standort am Wertstoffhof für den Behördenfunk ins Gespräch kam.

Eberhard Rienth

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