Lüftung sorgt für dicke Luft

Glonn - Das Thema „Energetische Sanierung der Glonner Volksschule“ gestaltete sich in der jüngsten Sitzung des Glonner Gemeinderates zum Teil mehr als verwirrend. Dabei war man sich im Prinzip sogar einig.

Auch was die Notwendigkeit einer Lüftungsanlage betrifft. Nur der Zeitpunkt der Ausführung der Arbeiten blieb strittig. Immer wieder argumentierte Peter Gröbmayr (CSU) zwar für eine gemeinsame Planung der Brandschutz-, Elektro- und Lüftungsanlagen. „Bei der sofortigen Ausführungen jedoch“, so Gröbmayr, „ist die Gemeinde jetzt überfordert, da mache ich mit Sicherheit nicht mit“. Sein Ziel: Die energetischen Maßnahmen durchführen, ansonsten aber erst einmal die Kostenschätzungen abwarten, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

Architekt Martin Wäsler sah dies ähnlich „um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde nicht zu gefährden“. Allerdings warnte er auch davor „die Geschichte nicht zu lange zu schieben“. Für Hans Reiser (SPD) drängt die Zeit: „Wir brauchen die Lüftung gleich, sonst haben wir bald graue Wände“. Schützenhilfe bekam er von Lizzy Tuschter (SPD/KommA): „Ich verstehe die Diskussion nicht ganz. Was ist denn die Konsequenz daraus, wenn die Kosten gesprengt werden, machen wir das Ganze dann nicht?“ Vizebürgermeister Josef Oswald (CSU) sah generell keinen Zeitdruck: „Sicherlich ist die zentrale Lüftung das Beste und notwendig, wir sollten aber zuerst außen die Hülle fertig machen und dann weiterschauen, wie wir da in Summe rauskommen“. Aufgeweicht wurden die Fronten durch Martin Podehl (SPD): „Die Sache über zwei Haushalte zu strecken, finde ich auch sinnvoll“. Letztendlich Einstimmigkeit. Es wird zusammen geplant, die Kosten werden abgewartet und erst dann werden die Maßnahmen ausgeschrieben.

Von Norbert Winhart

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