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„Gebt unsere Ferraris frei“ , forderten im Mai vor der Poinger Halle eigens engagierte „Grid Girls“. Foto: dz

Luxus-Karossen ganz legal beschlagnahmt

Poing - Die illegale Luxus-Rallye, die vorigen Mai von Poing in Richtung Hamburg starten sollte, fand gestern vor Gericht ihr Ende: Die Beschlagnahmung der Nobel-Autos durch die Polizei war legal.

Die Polizei hatte am 22. Mai 63 Nobelkarossen, die in einer Halle in Poing bereit standen, beschlagnahmt – darunter auch der 200 000 Euro teure Porsche von Tobias Huch, einem 27-jährigen Erotik-Unternehmer aus Mainz. Der wollte sich die Beschlagnahmung nicht bieten lassen. In einem Eilverfahren wollte er sein Auto zurück. Vergeblich. Gestern scheiterte er auch in der Hauptverhandlung. Das Verwaltungsgericht München wies die Klage des Medienunternehmers, der auch in der Erotikbranche tätig ist, ab. Die Kammer hielt es für rechtens, dass die Polizei die Autos für den Zeitraum der geplanten Rallye „Rushh Drive 2008“ sicherstellte. Denn das Rennen war nicht erlaubt.

Die Regierung von Oberbayern hatte dem Veranstalter bereits am Tag zuvor geschrieben, dass das Rennen, das sich Millionäre und Prominente liefern wollten, verboten sei. Eine solche Fahrt sei bereits dann verboten, wenn sechs Autos unangemeldet im Konvoi fahren, erklärte eine Richterin. Als die Teilnehmer am 22. Mai dennoch zu der Halle in Poing kamen, um ihre Karossen zu starten, war die Halle abgeriegelt.

Tobias Huch hat eine andere Meinung. Die Rallye sei „absolut legal“ gewesen, „ohne Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung“. Bereits 2007 habe so ein Rennen stattgefunden. Die Beschlagnahmung sei ein Wahlkampfspektakel der CSU gewesen. Die Entscheidung des Gerichts nimmt er gar nicht ernst: „Das Gericht war voreingenommen.“ Deshalb sei er auch nicht erschienen. Jetzt will er bis zur letzten Instanz weiterklagen. „Bis zum Bundesverwaltungsgericht. Das wird wohl die erste neutrale Ebene sein.“ Er will einen symbolischen Schadenersatz von 10 000 Euro.

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