Littke vs. Reitsberger

Vaterstetten: Stichwahl in 14 Tagen

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Vaterstetten - Um 21.16 Uhr stand am Sonntagabend fest: Die Vaterstettener müssen noch einmal zur Urne. In zwei Wochen kommt es zur Stichwahl zwischen Brigitte Littke (CSU) und Georg Reitsberger (FW). Heike Tischler (SPD) ist ausgeschieden.

Littke erreichte 45,1 Prozent der Stimmen und liegt damit knapp vor Reitsberger, der 41 Prozent erreichte. Tischler schied mit 13,8 Prozent deutlich abgeschlagen aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,5 Prozent. 13 221 Vaterstettener gaben ihre Stimme ab. Im Jahr 2008, als die Bürgermeisterwahl mit den Abstimmungen über Gemeinderat und Landrat zusammenfiel, waren es 67,1 Prozent. Damals hatte Bürgermeister Robert Niedergesäß (CSU) 75,3 Prozent der Stimmen erhalten, also 30 Prozentpunkte mehr als Littke. Damals hatte es aber nur zwei Kandidaten gegeben.

Ab 19 Uhr füllte sich der Lichthof des Vaterstettener Rathauses am Sonntagabend mit Bürgern und Kommunalpolitiker. Als erste der Kandidaten traf SPD-Bewerberin Heike Tischler ein. Wahlhelfer hasteten mit verschlossenen Kisten voller Stimmzettel durch den Lichthof hinauf in das Sitzungszimmer. Dort wurden die Daten gesammelt.

Bis 20.23 Uhr dauerte es, bis alle Stimmen zur Bundestagswahl ausgezählt waren. Parallel wurden in einigen Wahllokalen, die die Abstimmung für Berlin schon ausgezählt hatten, die Voten für den Bürgermeister ermittelt. Erste Gerüchte machten die Runde.

Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Auf der großen Leinwand im Rathaus erschien das Endergebnis der Bundestagswahl. Dann wurde die Seite geschlossen, die Maske für die Bürgermeisterwahl leuchtete auf und mit ihr gleich 25 Ergebnisse. Brigitte Littke lag mit rund 46 Prozent deutlich vorne, hatte aber nicht die erforderliche Mehrheit. Georg Reistberger lag mit rund 40 Prozent knapp dahinter, Heike Tischler war bereits draußen. Sie trug es mit Fassung, kündigte an, jetzt weiter zu kämpfen. Das nächste Ziel ist die Kommunalwahl im kommenden März. Als nächste Bewerberin traf Brigitte Littke (CSU) zusammen mit dem amtierenden Bürgermeister Martin Wagner (CSU) ein. Littke verbreitete Zuversicht, lächelte in die Objektive der Kameras. „Jetzt geht es in den Endspurt.“

Die nächsten Ergebnisse wurden gemeldet, der Abstand zwischen Littke und Reitsberger verfestigte sich auf vier Prozentpunkte. Schließlich fehlten noch zwei Wahllokale. Littke und Tischler waren schon weg. Dann kam auch Kandidat Reitsberger, freute sich über sein Ergebnis, jedoch unaufgeregt, wie im ganzen Wahlkampf. Jetzt geht es noch zwei Wochen weiter.

Robert Langer

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