Der Bewegungsraum im Unterbräu hat das Angebot der Volkshochschule in Markt Schwaben explodieren lassen. Foto: jödo

Ein Magnet im Herzen

Markt Schwaben - Vor genau einem Jahr wurden im Unterbräu neue Räumlichkeiten von der Volkshochschule bezogen. Das gab der Erwachsenen-Bildungseinrichtung in der Marktgemeinde nochmals einen gehörigen Schub nach vorne.

Christine Gehri-Kramer lässt gerne Zahlen sprechen. Im vergangenen Jahr hat es alleine im Gesundheitsbereich in ihrem Zuständigkeitsbereich innerhalb der Volkshochschule einen zehnprozentigen Anstieg der Kurse gegeben. Das sei ausschließlich auf die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten in der Marktgemeinde zurückzuführen, sagt die für Markt Schwaben zuständige Mitarbeiterin.

In diesem besagten Raum im Erdgeschoss des Unterbräus fanden allein im Jahr 2009 exakt 43 Kurse statt. Und, was nicht ganz unwichtig ist dabei: „Fast alle Angebote wurden angenommen und konnten damit auch stattfinden“. Keine Frage: Seit die vhs ihre bisherige improvisierte Bleibe im alten Schloss verlassen hat und, für alle gut sichtbar, in repräsentative und im Herzen der Marktgemeinde gelegene Büros gezogen ist, hat die Erwachsenenbildungseinrichtung in der Nordgemeinde einen neuen Boom erfahren.

„Die Volkshochschule hat wieder ein Gesicht bekommen in Markt Schwaben“, sagt Gehri-Kramer. Und die vhs/Musikschule übt inzwischen sogar so etwa wie eine Magnetwirkung aus. Über mangelhaften Publikumsverkehr kann sich die Mitarbeiterin jedenfalls nicht beklagen. Von einer explodierten Nachfrage spricht sie in diesen Tagen. Davon, dass sie Interessenten schon absagen musste, weil Kurse schlechterdings schon voll sind. Und das deutlich vor Semesterbeginn. Wer sich etwa für Yoga, Body-Fitness, Aqua-Fitness, Fitness-Yoga, New Body, Body Fit oder Pilates interessiert, sollte seinen Gleichmut und die Bereitschaft zur Geduld schon kräftig trainiert haben. Gut möglich, dass hier schon lange nichts mehr geht, bevor es losgeht.

Der Bewegungsraum, in dem zuvor ein Café residierte, hat auch Kurse möglich gemacht, die es bis vor einem Jahr so nicht geben konnte. Capoeira etwa, Aikido, Kinderbewegungskurse, Rückenschulungen, Tanzkurse, Felgenkreis, Entspannungswochenenden, Atem-Balance, Eltern-Kind-Angebote. Es wird inzwischen gehüpft und entspannt, getanzt und gebeugt, gesteppt und gestretcht was das Zeug hält im Untergeschoss der ehemaligen Gaststätte. Und weil man dafür nicht nur Räumlichkeiten bracht, sondern auch ein Mindestmaß an Abschirmung, hat der Hausherr sogar im ersten Jahr des Bestehens an dieser Lokalität kurzerhand die bestehenden Fenster gegen eine schallabsorbierende Alternative ausgetauscht. „Es war schlichtweg zu laut von der Ebersberger Straße her“, so Christine Gehri-Kramer, die in diesem Zusammenhang die enge und gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde lobt.

Ihre Bilanz nach genau einem Jahr: Der Umzug stellte eine deutliche Verbesserung der gesamten Rahmenbedingungen für die vhs dar; insbesondere im boomenden Gesundheitsbereich. Die neuen Räumen haben, so Gehri-Kramer, Luft geschaffen und bieten Potential für weitere Angebote, die man nach und nach in Markt Schwaben etablieren möchte. Rücksichten müssen bei allen Expansionsüberlegungen jedoch auch genommen werden. Belegungen durch die Musikschule etwa können nicht zeitgleich mit Yoga stattfinden, weil es dann zu laut ist. Auch in der Summe zunehmende Großveranstaltungen im Saal sind mitunter bei den Entspannung suchenden Kursteilnehmern eine Etage tiefer zu hören. Das wirkt sich letztlich auf den Belegungsplan aus.

Viele andere Angebote, etwa Sprachkurse, laufen nach wie vor an den bewährten Örtlichkeiten. In Markt Schwaben findet man die vhs außerdem noch im Schulzentrum, in Kindergärten oder im Kolpinghaus. Ein echter Renner seien auch Kochveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Küchenstudio Voit am Marktplatz. Für Gehri-Kramer steht nach einem Jahr fest: „Diese Zeit hat das Image der vhs in der Gemeinde stark verbessert“. Ablesbar ist das für sie u.a. darin, dass ihr Büro auch schon erste Kontaktadresse für Zugereisten geworden ist.

Von Jörg Domke

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