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Lucas (18)  aus Moosach schöpft Hoffnung.  Vielleicht können ihm bald lebensrettende Stammzellen eines Mannes aus Großbritannien übertragen werden.

Spender gefunden

Hoffnungsschimmer für Lucas

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Über diese Nachricht dürfte sich ganz Moosach freuen: „Es sieht so aus, als hätten wir einen potentiellen Spender gefunden“, berichtete am Freitag Laura Riedlinger von der Deutschen Knochenmarkspende auf Anfrage der Ebersberger Zeitung.

Moosach – Es gebe einen Mann in Großbritannien, so berichtet Riedlinger,  der genetisch sehr gut zu dem schwer an Leukämie erkrankten Moosacher Feuerwehrmann Lucas (18) passt und von dem ihm Stammzellen übertragen werden könnten. Wie berichtet, hatten die Kameraden von Lucas in Moosach eine große Typisierungsaktion organisiert, an der sich viele Landkreisbürger beteiligten.

„Man kann es noch nicht 100-prozentig sagen“, ist Riedlinger vorsichtig optimistisch. Die genetischen Merkmale stimmten zwar überein, jetzt müsse der potentielle Spender aber erst auf seinen Gesundheitszustand genau untersucht werden. „Einen Transplantationstermin gibt es noch nicht“, so Riedlinger, denn dazu müsse alles passen. „Aber einen Hoffnungsschimmer gibt es auf alle Fälle“, meint sie. Lucas sei durch zwei schwere Chemotherapien zwischendurch erheblich geschwächt gewesen. Inzwischen gehe es dem Moosacher aber den Umständen entsprechend wieder gut.

Die Hoffnung auf Erfolg bei der Suche lässt den jungen Mann durchhalten, der zwischen seinen Krankenhausaufenthalten immer wieder nach Hause darf.

Seine Moosacher Feuerwehrkameraden hatten mitgeholfen, einen genetischen Zwilling zu finden. Die Resonanz in der Bevölkerung des Landkreises Ebersberg auf dieses Hilfeersuchen war überwältigend. Über 2000 Personen ließen sich an einem Tag neu typisieren und befinden sich damit als mögliche künftige Lebensretter in der Knochenmarkspenderdatei der DKMS.

Über 30 000 Euro spendeten die Bürger alleine am Tag der Typisierung selbst, insgesamt wurden 63 000 Euro auf ein spezielles Konto eingezahlt. Hinzu kamen laut des Moosacher Kommandanten Herbert Weidlich noch etwa 6000 Euro aus dem Verkauf von Brotzeiten, Kuchen und Getränken sowie einer Tombola.

Für April kündigt die Feuerwehr eine weitere Benefizveranstaltung an.

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