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Ein Mann der Tat geht in den Ruhestand

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Landrat Gottlieb Fauth (l.) und Kreisbrandrat Gerhard Bullinger (r.) verabschiedeten Josef Bauer bei der Feuerwehr in den Ruhestand. Für Bauers Ehefrau Theresa gab es Blumen. Foto: Stefan Rossmann

Steinhöring - Einen „Mann der Tat“ nennt ihn Kreisbrandrat Gerhard Bullinger, der ihn schon seit vielen Jahren kennt. Pünktlich zu seinem 60. Geburtstag geht Josef Bauer in seiner Funktion als Kreisbrandinspektor in den wohlverdienten Ruhestand.

Wer Bauer kennt, der kennt auch seine zupackende Art. Nie habe „der Sepp“ gezögert einen Entschluss zu fassen und ihn dann auch umzusetzen. Bei den Feuerwehrlern des Landkreises ist die Ansicht aller Kameraden, dass der 60-Jährige ein überaus loyaler, kompetenter und zuverlässiger Kollege ist.

Vor allem im Bereich der Tierrettung hätte sich der Vollerwerbslandwirt oft verdient gemacht, berichtet Bullinger. Besonders in Erinnerung geblieben ist dem Kreisbrandrat dabei der Großbrand in Lindach, Anzing, der erst in diesem Juni wütete und einen Schaden von etwa 200 000 Euro verursachte. Dort rettete Josef Bauer unter vollem persönlichen Einsatz einige Rinder aus dem Feuer.

„In einem Brandgeschehen auf ein verängstigtes Tier zu zugehen ist nicht jedermanns Sache“, sagt Bullinger. „Ganz schönen Respekt“ habe man da vor den Kühen, die einem selbst gefährlich werden könnten. Als Einsatzleiter bei Bränden landwirtschaftlicher Anwesen half Bauer den Feuerwehren demnach mit seiner jahrelangen Erfahrung mit Tieren auf seinem Hof ungemein.

Doch der Kreisbrandinspektor war auch noch in weiteren Bereichen tätig: Er führte Lehrgänge der Staatlichen Feuerwehrschule durch, betreute als Kreisbrandmeister verschiedene Bereiche und war für die Kreisausbildung der Maschinisten zuständig, um nur einige seiner Tätigkeiten zu nennen.

Aber auch abseits der Einsätze und Schulungen sei Josef Bauer ein offener und herzlicher Mensch, der sich um die Belange seiner Kameraden kümmere. Mit dem Abschied in den Ruhestand werden die Feuerwehren im Landkreis Ebersberg also nicht nur einen überaus fähigen Kreisbrandinspektor verlieren, sondern insbesondere einen Kollegen, der „höchstes Vertrauen“ genieße, erklärt Bullinger.

Er und alle Kameraden wünschen ihm „im Ruhestand alles Gute, vor allem Gesundheit und etwas mehr Zeit für seine Familie und seinen Betrieb.“

Und wer den Sepp kennt: Der Kontakt zur Feuerwehr wird bestimmt nicht abreißen.

Von Lisa Owandner

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