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Innenminister Joachim Hermann (M.) und Ex-Kanzlerberater Horst Telschik (l.) mit Gastgeber Bernhard Winter (r.) beim Jubiläumsdialog im Bürgersaal. Die Gesprächsreihe wird heuer 25 Jahre alt.

25 Jahre Sonntagsbegegnungen

„Gewinnbringend für alle“

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Mit den Sonntagsbegegnungen existiert nun schon seit 25 Jahren ein gesellschaftspolitisch anspruchsvolles und werteorientiertes Gesprächsformat, das weit über die Grenzen Markt Schwabens bis hin nach Berlin bekannt und anerkannt ist. Nun wurde sozusagen runder Geburtstag gefeiert.

Markt Schwaben – Der Rahmen im Bürgersaal Unterbräu: würdig. Die beiden örtlichen Landtagsabgeordneten kamen, Exministerin Christa Stevens, mit Werner-Hans Böhm der ehemalige Regierungspräsident Oberbayerns. Der Landrat gab sich die Ehre, mehrere Bürgermeister. Ganz sicher ganz gerne gekommen wäre auch Schirmherr Hans-Jochen Vogel. Runde 30 Mal war er zu Gast bei den Sonntagsdialogen von Bernhard Winter in Markt Schwaben, zehn, sogar als einer der Hauptredner. Gestern ließ sich Vogel, das SPD-Urgestein, entschuldigen. Dass er die persönlich Leistung Winters, des Vaters der Dialoge, nicht hoch genug einschätzt, hat der ehemalige Münchner Oberbürgermeister schon unzählige Male verlauten lassen.

Gestern, beim ersten Dialog im Jubiläumsjahr 2017, taten das andere. Landrat Robert Niedergesäß beispielsweise, der von einer gesellschaftspolitischen, überparteilichen und betont werteorientierten Reihe sprach, die Winter da vor 25 Jahren ins Leben gerufen habe. Inzwischen seien die Schwabener Gespräch so etabliert, dass es eine Ehre sei für diejenigen, die hier als Hauptredner im Dialog gegeneinander antreten dürften. Insbesondere Bernhard Winter verdiene den höchsten Respekt dafür, eine Institution geschaffen zu haben, die ihresgleichen suche. Die Sonntagsdialoge seien ohne Frage gewinnbringend für alle Beteiligten. Das waren bis 163 Dialogpartner aus Politik, Wissenschaft, Sport, Kirche, Literatur, Medizin oder Medien. Und verfolgt haben diese Gespräche bislang 16 000 Gäste.

Am Sonntag waren es wieder 250. Sie interessierte, was der ehemalige Kanzlerberater und Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Horst Telschik, und der Innenminister Bayerns, Joachim Hermann, zur Lage der Nation, mehr aber noch Europas und der Welt zu berichten hatten. Die Teilnahme Hermanns, übrigens die zweite bei den Schwabener Gesprächen, hatte gestern wieder besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig gemacht. Die Polizeipräsenz war deutlich größer als sonst. Mit Sprengstoffhunden hatte man den Unterbräu vorher untersucht, streng auch die Kontrollen am Saaleingang. Alles, was kleidungstechnisch über ein Sakko hinaus ging, musste an der Garderobe aufgehängt werden.

Das 25-Jährige durfte auch Schwabens Bürgermeister und Winters Nachfolger im Rathaus, Georg Hohmann, für ein Grußwort nutzen. Hohmann überreichte Winter eine Urkunde mit einer ausdrücklichen Dankesnote der Marktgemeinde. Auch dafür, dass die Sonntagsbegegnungen den Namen Markt Schwabens deutschlandweit positiv bekannt gemacht hätten. Was Hermann gleich unterstrich. Heuer, sagte er, sei es nach dem Neujahrsempfang in Vaterstetten am 6. Januar schon zum zweiten Male im Landkreis Ebersberg. „Es gibt fast nichts Schöneres in Bayern als den Landkreis Ebersberg“.

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