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Die Anzahl der Straftaten durch Zuwanderer in den Gemeinden im Dienstbereich der PI Poing.

statistik für 2016 

208 Delikte von Asylbewerbern

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Die Belegung der Massennotunterkünfte für Asylbewerber in Schulturn- und Traglufthallen im Jahr 2016 brachte auch 208 Straftaten mit sich, die von Zuwanderern verübt wurden. Fast alle Delikte fanden unter den Flüchtlingen statt.

Poing – Die drei Sexualdelikte, die in der Jahresbilanz der Polizeiinspektion Poing für die Gemeinden Poing, Pliening, Markt Schwaben, Anzing, Forstinning, Vaterstetten und Zorneding aufgeführt sind, geschahen innerhalb der Flüchtlingsunterkünfte. Fast alle Straftaten im Zusammenhang mit Zuwanderern, zu denen die Polizei im Jahr 2016 gerufen wurde, geschahen unter den Asylbewerbern selbst. Diese Bilanz zog Poings Polizeichef Helmut Hintereder in der Bürgerversammlung. Dort präsentierte er die Statistik für 2016, in der Vergehen von Zuwanderern aufgelistet sind. Als „Zuwanderer“ definiert sind Asylbewerber, geduldete Ausländer, Kontingentsflüchtlinge und Ausländer mit illegalem Aufenthalt, so Hintereder.

Aufschlüsselung nach Nationalitäten der Täter.

Mit 103 die häufigsten Fälle: Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Darunter fallen Schlägereien, die in den Massennotunterkünften immer wieder mal vorkamen. Eine davon, in der Traglufthalle in Pliening, hatte laut Bürgermeister Roland Frick „zum größten Polizeieinsatz aller Zeiten in Pliening“ geführt. Flüchtlinge waren zunächst aufeinander losgegangen, anschließend bedrohten sie ehrenamtliche Helfer, Sicherheitsleute und Polizisten.

Mit 60 Straftaten liegt Poing an der Spitze der Statistik. Dort waren in Spitzenzeiten knapp 400 Flüchtlinge untergebracht, der Großteil davon in der Turnhalle der Dominik-Brunner-Realschule, später in der Traglufthalle in Grub sowie im ehemaligen Arbeiterwohnheim, wo bis heute Asylbewerber leben.

Mit 57 Delikten auf Platz 2 im Dienstbereich der PI Poing: Vaterstetten. Dort war die Turnhalle des Gymnasiums zur Notunterkunft umfunktioniert worden, dazu gibt es ein Container-Camp.

Weil die Traglufthallen in Pliening und Grub nun geräumt und entsprechend weniger Asylbewerber im Landkreisnorden sind, rechnet Poings Polizeichef Helmut Hintereder mit einem Rückgang der Straftaten, die durch Zuwanderer verübt werden.

Im Rückblick auf ein Jahr Traglufthalle sagte Plienings Bürgermeister Roland Frick vor Kurzem unserer Zeitung, dass fast alle Rohheitsdelikte unter den Asylbewerbern dem Alkohol geschuldet waren. Auch die Brandstiftung, nach der die Halle übergangsweise hatte abgebaut werden müssen. Abgesehen von einer Handvoll Flüchtlingen, die immer wieder für Ärger gesorgt hätten, sei es sehr ruhig gewesen, so Plienings Bürgermeister Frick.

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