Florian Harreiner vor und nach seiner Diät.
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Florian Harreiner hat von 115 auf 57 Kilogramm abgespeckt.

„Ein ständiger Überwindungskampf“

Von 115 auf 57 Kilo abgespeckt: Fußballtrainer halbiert sein Körpergewicht

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
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Er fühlte sich schlecht, dazu kamen Warnungen vom Arzt. Da beschloss Fußballtrainer Florian Harreiner abzunehmen. Mittlerweile hat er sein Körpergewicht halbiert. Und fühlt sich topfit.

Markt Schwaben – Die Initialzündung kam vor rund 14 Monaten. Florian Harreiner fühlte sich krank, richtig krank. Kein Hunger, kein Appetit, kein Geschmack. Von Corona sprach noch niemand. „Mir ging’s drei Wochen saudreckig“, erinnert sich der 34-jährige Fußballer. Der Arztbesuch brachte die Bestätigung: Werte eines über 40-Jährigen, erhöhter Blutzucker.

Vorboten von Diabetes, Adipositas. Kein Wunder, brachte der Spielertrainer der BSG Markt Schwaben (B-Klasse München) doch stolze 115,4 Kilogramm auf die Waage – bei einer Körpergröße von 165 Zentimetern.

Die Kollegen spotteten: „Das schaffst du eh nicht.“

Für die schnelle Besserung gab’s Antibiotikum, für die Perspektive nur eines: Abnehmen! Harreiners Ziel: Bis zum Sommer 2020 wollte er die 100-Kilo-Marke knacken. Ein ambitioniertes Ziel. „Man muss nur den inneren Schweinehund überwinden“, sagt der Markt Schwabener. Inklusive Ernährungsumstellung und Sport.

Für Motivation sorgten Sprüche der Kollegen wie „das schaffst du eh nicht“. „Die erste Zeit war es ein ständiger Überwindungskampf.“ Wobei die größte Herausforderung die Größe der Portionen gewesen sei, die er sich gönnte. Die Kilos purzelten in nicht erwarteter Weise. Bereits nach vier Monaten war Florian Harreiner kaum mehr wieder zu erkennen – rund 37 Kilogramm leichter. „Dass es so schnell ging, hätte ich nie und nimmer gedacht.“

Als der Schnee kam, wich er auf den Ergometer aus

Damit war der gelernte Gärtner aber nicht zufrieden. Sein Plan, den er für sich behielt: die Halbierung seines Körpergewichts. Der Kicker blieb eisern und am Ball. Gut ein Jahr, nachdem er den Kampf gegen die Kilos aufgenommen hatte, war es so weit. Die Waage zeigte 57,7 Kilogramm. Harreiner hatte die Hälfte seines Ausgangsgewichts abtrainiert.

Dass ihn Bekannte und Verwandte nun besorgt fragen, ob es ihm gut gehe, er sehe so schlecht aus, kann er nicht nachvollziehen: „Ich bin fit und fühle mich gut dabei.“ Das Erreichte will er nicht aufs Spiel setzen. Als der Schnee die wenigen realisierbaren Freiluftaktivitäten einschränkte, wich er auf den Ergometer aus. „1500 Kilometer seit dem 15. Januar“, sagt er nicht ohne Stolz, „alleine 300 am vergangenen Wochenende.“

Angst davor, dass das Genuss-Pendel ins Gegenteil ausschlage und für den berüchtigten Jojo-Effekt sorgen könnte, hat Harreiner nicht. „Vor acht Jahren habe ich schon einmal abgenommen, acht Kilo. Und dann wieder 25 draufgepackt.“ Diesmal soll ihm das nicht passieren.

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