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Wegen dieser Hasen am Marktplatz gab es Ärger.

Marktplatz

Ärgernisse im Dreierpack

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Schönes Ambiente am Markt-Donnerstag auf dem Schwabener Marktplatz. Viele genießen die strahlende Sonne. Es riecht nach Frühling. Endlich. Es könnte alles gut sein. Ist es aber nicht. Rund um den Marktplatz gibt es nach wie vor Probleme. Probleme, die gelöst werden wollen.

Markt Schwaben – Was für ein Vergnügen: Mehrere Dutzend Markt Schwabener sitzen am Donnerstagvormittag im strahlenden Sonnenschein beim Eiscafé am Marktplatz an den Tischen und schlürfen genüsslich ihren Cappuccino oder verspeisen einen Becher Eis, während nur wenige Meter weiter der Wochenmarkt die Kunden mit seinen Köstlichkeiten lockt.

Oberflächlich ist alles in Ordnung an diesem Markttag. Erst, wenn man genauer hinschaut, sind dann doch einige Probleme erkennbar. Zum Beispiel der Pavillon über dem Eingang zur Tiefgarage. Das Glasdach hat an einigen Stellen Sprünge. Die hindern Blumen- und Spargelhändlerinnen an diesem April-Vormittag zwar nicht, ihre Ware erfolgreich feilzubieten. Ein schöner Anblick aber sei das Bauwerk nicht, sagt Alois Rupprich, Mitinitiator der Unternehmervereinigung Markt Schwaben 2030. Auch an den Treppenstufen zeigt er auf die eine oder andere lockere Fliese.

Seit Jahren ärgere man sich in Unternehmerkreisen über den Zustand, berichtet Rupprich. Die Unternehmergruppe Markt Schwaben 2030 wünsche sich, dass die Örtlichkeit einfach besser genutzt werde. Eine Sitz-Lounge sei vorstellbar. Etwas, wo die Kunden und Passanten auch mal verweilen wollen, ohne gleich in der Eisdiele Kunde werden zu müssen.

Briefe habe man schon an die Verwaltung geschickt, erzählt Rupprich. Eine gemeinsame Lösung habe man noch nicht gefunden. Das Kardinalproblem lautet wohl: Ja, eine Reparatur sei wünschenswert, aber im Moment habe die Gemeinde nicht das Geld dafür.

Seit geraumer Zeit drängen die Unternehmer darauf, das Umfeld des Marktplatzes doch endlich mal spürbar aufzuhübschen. Auch die Installation eines WLAN-Hotspots gehört dazu. Lange hatte es gedauert, inzwischen läuft die Anlage. Erkennbar ist das an den Antennen auf dem Dach der Infosäule.

Nicht alles, was glänzt, ist schön auf dem Marktplatz in Markt Schwaben.

Doch wirklich zufrieden ist Rupprich nicht. Der Zugang zum freien Internet über BayernWLAN sei zwar recht unkompliziert, die angezeigte Signalstärke des WLANs sei gut bis hervorragend. Doch bereits mit einigen Metern Abstand lasse die Qualität erheblich nach, sagt er. „Die Messungen der Datenübertragung über das Internet sind ernüchternd. Obwohl die Signalstärke des WLAN gut ist, ergaben sich enttäuschende Download- und Upload-Datenraten“, zitiert Rupprich aus einem ihm vorliegenden technischen Bericht. Markt Schwabener Unternehmen hatten einen Test des Hotspots durchgeführt und das aus ihrer Sicht ernüchternde Ergebnis online gestellt. Zu finden unter der Adresse www.marktschwaben2030 .de/images/zeitung/slider _zeitung1.pdf. Die Schlussbemerkung dort lautet: „Die Verbindung zum WLAN ist gut. Das heißt, die Ausrichtung der Antennen und die dadurch erzielten Signalstärken sind ok. Der Engpass ist jedoch in der Anbindung des Hotspots an das Internet zu suchen.“

Für den Normalverbraucher werde sich das an einem normalen Tag nicht groß auswirken. Doch alle Nutzer müssten sich die Datenrate der getesteten 40 Mbit/s teilen, die der Hotspot zur Verfügung stelle. Der Härtefall werde wohl erst bei richtig sommerlichem Wetter erprobt. Dann, wenn bei allen Gastronomien die Gäste im Freien sitzen, surfen wollen und sich Datenraten teilen müssen.

Zu allem Überfluss gab es dieser Tage auch noch Ärger mit der Verwaltung. Markt Schwaben 2030 hatte die Strohballen an der Treppe zur Tiefgarage, die tagelang Heimat gebastelter Osterhasen war, nicht rechtzeitig angemeldet. „Eine Attraktion, kein Störfaktor“, wie die Unternehmer sagen. Zunächst hatte das Ordnungsamt zur Beseitigung eine Frist bis 11. April gesetzt, dann bis zum Samstag, 14. April. Was dabei jedoch besonders irritierte, war, so heißt es, der ungewohnt scharfe Ton, dessen sich das Rathaus in der Korrespondenz mit den Unternehmern bedient hatte.

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