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Der Jahnsportplatz in Markt Schwaben. Kurz vor dem Bürgerinfoabend haben sich noch die Freien Wähler geäußert. 

Bürgerbegehren in Markt Schwaben 

Das sagen die Freien Wähler 

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Die Freien Wähler wenden sich ab von dem bisher klaren Ja zum Erhalt des Jahnsportplatzes. Hier ihre Stellungnahme zum ablaufenden Begehren im Wortlaut:

„Stellungnahme der FW zum Bürgerbegehren „Der Jahnsportplatz muss erhalten bleiben“

Markt Schwaben, 26.07.2017

Den Jahnsportplatz weitgehend zu erhalten war eines unserer FW-Ziele im Zusammenhang mit dem Neubau unseres Schulzentrums. Voraussetzung hierfür war die Sanierung des Grundschulgebäudes. Dieses wollten wir als Schule beibehalten und nach Westen erweitern. Sogar Planskizzen für diese Erweiterung lagen auf dem Tisch. Auch das Raumprogramm wurde auf diese zwei Gebäude abgestimmt.

Leider haben Bauuntersuchungen von einem Ingenieurbüro ergeben, dass eine grundlegende Sanierung des Grundschulgebäudes mindestens so teuer wie ein Neubau sei. Ob es wirklich nötig wäre, unser GS-Gebäude ganz zu entkernen bleibt offen. Außerdem ist fraglich, ob die Folgekosten einer alternativen Weiternutzung betriebswirtschaftlich erfasst sind. Rettungswege und eine behindertengerechte Bauweise hätte ein Zwischenbau bringen können. All diese Planungsansätze wurden aber nie öffentlich diskutiert, was wohl auch am Mediator lag, der im Gemeinderat auftrat. Die Verwaltung hielt eine Befassung mit dem FW-Vorschlag zur Erweiterung der GS und damit zum Erhalt des Jahnsportplatzes über lange Zeit hinweg offenbar für nicht zielführend, obwohl der Bürgerwille es offensichtlich verlangt hätte.

Die Freien Wähler hatten schon damals vor dem Bau des ersten Grundschulcontainers am Langbau die Möglichkeit für eine künftige Ergänzung von Klassenzimmern durch eine Aufstockung im MGR erreicht. Wir wollten möglichst wenig Baugrund vergeuden. Nun erfüllen diese Container, die ursprünglich zur Aufstockung mit weiteren Klassenzimmern vorgesehen waren, die Statik für Rettungswege nicht. Entsprechende Kontrollmechanismen haben nicht gegriffen oder waren nicht vorhanden. Deshalb werden zurzeit auf dem Bolzplatz im Westen des bestehenden GS-Gebäudes weitere Schulcontainer aufgestellt, was der Umsetzung unserer früheren eigenen Planungen vollständig entgegensteht.

Die Mittelschule muss möglichst bald neu errichtet werden, weil sie baulich und sicherheitstechnisch auf einem kaum zumutbaren Stand ist. Aktuell sind ganz erhebliche Summen in das Gebäude zu investieren, um den Betrieb gewährleisten zu können.

Die Mehrheit im Gemeinderat sprach sich für einen Neubau der Schulen auf dem Jahnsportplatz aus. Aus oben beschriebenen Gründen müssen wir FW die demokratische Entscheidung tolerieren und letztlich mittragen.

Das tun wir sicher auch im Hinblick darauf, dass Schul-Sportanlagen, z.B. ein Fußballfeld mit 90 mal 60 m, Allwetterplätze und Laufbahnen zwingend vorgeschrieben sind und nach Abriss der alten Mittelschule im östlichen Planungsbereich errichtet werden müssen. Nur so kann die Gemeinde die Betriebserlaubnis und die staatliche Förderung für die Schul-Neubauten erhalten. Pflichtenheft und Entscheidungen sind schon weit fortgeschritten. Nur bei zügigem Fortgang kann der Schulbau bis 2022 ohne weitere Kostensteigerung realisiert werden. Ob während der Bauzeit des neuen Schulzentrums und später wenigstens ein Teil des Jahnsportplatzes erhalten bleiben kann, wird der Architektenwettbewerb zeigen. Dafür werden wir uns auf alle Fälle einsetzen.“

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