+
Um das Hallenbad und den Fortbestand geht es bei einem Bürgerinfoabend, zu dem am Donnerstag eingeladen wird. 

Begehren zu den Themen Hallenbad und Sportplatz

Diskussion um Hallenbad spitzt sich zu

  • schließen

Zwei Bürgerbegehren beschäftigen derzeit die Schwabener besonders. Ein Infoabend am Donnerstag soll etwas mehr Klarheit bringen.

Markt Schwaben – Die Intensität der Auseinandersetzung um die angelaufene Unterschriftensammlung zum Erhalt des Hallenbades nimmt zu. Vorläufiger Höhepunkt wird ein Infoabend sein, zu dem die Gemeindeverwaltung am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr, in den Bürgersaal eingeladen hat.

Am Montag meldeten sich mit Wolfgang Eiba, einem der Initiatoren des Begehrens, und dem CSU-Ortsverband gleich zwei Seiten im Vorfeld dieses Abends per Presseerklärung zu Wort. Eiba macht deutlich, dass die von ihm und von Gemeinderatsmitglied Werner Lampart gestartete Aktion sehr gut angelaufen sei. Gleichwohl stelle man aber eine große Verunsicherung unter Bürgern fest. Eiba schreibt: „Das Thema wurde von einzelnen Parteien aufgegriffen, die teilweise mit Halbwahrheiten und einseitigen Informationen nicht unbedingt zur Klärung beigetragen haben.“

Das Ziel der Aktion sei keineswegs, ein neues Schwimmbad zu fordern. Noch werde unterstellt, dass dieses aktuell geschlossen werde. „Wir sehen aber nach wie vor die Problematik, dass seitens der Gemeindeverwaltung und Teilen des Gemeinderates dieser Kostenblock beseitigt werden könnte. Zitieren möchte ich an dieser Stelle unseren Bürgermeister, der gegenüber der Presse von einem altes Auto sprach, das auch mal weg muss, und die Wortmeldungen verschiedener Gemeinderäte, die unsere Kinder dann eben nach Poing oder Erding fahren wollen“.

Auch der Verweis auf einen Gemeinderatsbeschluss, dass das Hallenbad uneingeschränkt bestehen bleibe, sei unter Umständen nur begrenzt zukunftsweisend. Eiba: „Nachdem es seit Jahren offenbar Probleme mit dem Haushalt gibt, sehen wir keine wirkliche Absicherung für einen Verbleib des aktuellen Schwimmbades.“

Daher sei sein erklärtes Ziel, in den nun stattfindenden Architektenwettbewerb die Option eines zukünftigen Schwimmbades als Plan B mit einzubeziehen. „Wir erwarten uns kreative Vorschläge durch den Architektenwettbewerb, wie man das zur Verfügung stehende Areal sinnvoll mit den aktuell erforderlichen Einrichtungen nutzen kann. Dabei soll auch eine Erweiterungsmöglichkeit für das Schulgebäude eingeplant werden – warum soll als Anforderung nicht eine Bedarfsfläche für ein in der Zukunft möglicherweise erforderliches Schwimmbad in das Pflichtenheft mit aufgenommen werden können?“ Dies sei, so Eiba, in den ursprünglichen Entwürfen zu dem Projekt übrigens auch enthalten gewesen, sei dann aber aus ihm unbekannten Gründen herausgenommen worden.

Eiba und Mitstreiter gehen nunmehr davon aus, am Donnerstag die eigenen Ansichten und Beweggründe darstellen zu können: „Wir sind sehr zuversichtlich – auch mit dem nötigen Druck der Öffentlichkeit – unsere Ziele (...) zu erreichen.“

Insbesondere die CSU hatte sich am Samstag im Rahmen eines Bürgerfrühstücks ganz deutlich gegen das Begehren zum Thema Hallenbad, aber auch gegen ein zeitgleich laufendes zweites Begehren (zum Erhalt des Sportplatzes) geäußert . Nun legten die Christsozialen nochmals nach. Ein Erfolg der beiden Bürgerbegehren würde allen Beteiligten ausschließlich schaden statt nützen, heißt es. Gemeinderatsmitglied Peter Fleischer: „Es hätte insbesondere eine extreme Verzögerung der Baumaßnahmen zur Folge. Dies ginge über viele Jahre zu Lasten von Schulkindern, Lehrern und Eltern. Wir wollen aber keine Dauerbaustelle.“ Zudem würde dies, so die CSU-Sorge, die Planungs- und Baukosten unnötig in die Höhe treiben.

Auch die Forderung, in diesem Zusammenhang die nicht weit entfernte Mittelschule zunächst nur zu sanieren, hält die CSU für Unsinn: „Der Neubau ist wesentlich günstiger und nachhaltiger als eine Kernsanierung.“

Stimmen, wonach die Schwabener CSU sich generell gegen Bürgerbegehren stellt, widerspricht derweil Ortsvorsitzende Walentina Dahms in aller Deutlichkeit: „Das Instrument des Bürgerbegehrens ist ein hohes Gut unserer Demokratie und eine wichtige Institution der Kommunalpolitik. Aber bei jedem Bürgerbegehren gibt es neben Befürwortern eben auch Gegner der inhaltlichen Forderungen.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Störche machen sich rar
Um den Landkreis Ebersberg haben sie in diesem Jahr einen großen Bogen gemacht. Dabei ist die Storchenpolulation in Bayern erfreulich gewachsen. Das berichtet der Markt …
Störche machen sich rar
Betrunken und auf funkender Felge heimwärts
Er war selbst von einem „Plattfuß“ nicht aufzuhalten und das lag vermutlich an seiner Alkoholisierung: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verursachte ein Mann kurz …
Betrunken und auf funkender Felge heimwärts
Grafinger Erfolg an Siebentausender in Pakistan
Drei Jahre lang hatte es kein Bergsteiger auf den 7027 Meter hohen Spantik im pakistanischen Karakorumgebirge geschafft – nun gelang es als Ersten dem Grafinger Thorsten …
Grafinger Erfolg an Siebentausender in Pakistan
Wahlwerbung: AfD ärgert sich - Polizei ermittelt
Im Landkreis Ebersberg sprießt die Parteiwerbung. In welcher Kommune die CSU richtig stark wirbt und wieso die AfD richtig sauer sein dürfte. 
Wahlwerbung: AfD ärgert sich - Polizei ermittelt

Kommentare