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Einstimmig wurde Ewald Schurer (r.) als Direktkandidat gewählt. Gertrud Eichinger, Thomas Vogt und Martin Kern (v. l.) zeigten sich zufrieden.

SPD-Bundeswahlkreiskonferenz

„Aufbruchstimmung“ mit Ewald Schurer

Markt Schwaben – Die SPD Erding und Ebersberg geht erneut mit Direktkandidat Ewald Schurer in die Bundestagswahl.

Zwei Botschaften, so der Wunsch des Erdinger Kreisvorsitzenden Martin Kern, sollten von der SPD-Bundeswahlkreiskonferenz am Freitag in die Landkreise Erding und Ebersberg ausgehen. Erstens: Die beiden sozialdemokratischen Kreisverbände stehen voll hinter ihren alten und neuen Direktkandidaten für den Bundestag, Ewald Schurer. Und zweitens: Von der Zusammenkunft im Sportpark Markt Schwaben sollte im Idealfall so etwas wie eine neue Aufbruchstimmung verbreitet werden.

Heiner Müller-Ermann aus dem Ortsverein Dorfen hatte eigene Vorstellungen davon und stellte seinen „Dorfener Appell“ zur Abstimmung (siehe Kasten). Kerns erster Wunsch dürfte bereits umgesetzt sein. Von den 52 stimmberechtigten Konferenzteilnehmern aus dem Wahlkreis 213 waren 50 ins Ristorante „Il Lago“ gekommen. 48 gaben dort ihre Stimme ab. Von den 47 gültigen wählten alle erneut den Ebersberger Betriebswirt Ewald Schurer zum Kandidaten für den dann 19. Deutschen Bundestag. Der 62-Jährige war der einzige Bewerber.

Obwohl demnächst also schon zum fünften Mal in der Kandidatenrolle, sei das alles jedoch keine Routine und auch kein Selbstläufer, so Schurer, der bislang dreimal über die Landesliste den Einzug ins Berliner Parlament geschafft hat. Gute zehn Minuten gab die Versammlungsleitung dem Abgeordneten für eine Vorstellungsrede.

Die SPD habe in Berlin vieles auf den Weg gebracht und handwerklich viel Beute gemacht, hieß es. Leider sei die öffentliche Wahrnehmung oftmals eine andere. Eine Koalition mit der Union könne auf Dauer für die SPD gefährlich werden, warnte Schurer, bekannte sich zugleich aber zu folgenden Grundsätzen: soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum schaffen, eine ökologisch ausgerichtete Energiepolitik, Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, Sozialpolitik für Familien, Senioren und junge Leute sowie eine humane Migrationspolitik. Letztere, wie es ausdrücklich hieß, ohne Obergrenzen.

Die SPD werde nur dann wieder stark, so Schurer, wenn es ihr gelinge, zu den wichtigen Lebensthemen eigene Positionen einzunehmen. Vom aktuellen Streit innerhalb der Union werde man nicht profitieren.

Breiten Raum nahm eine Fragerunde ein. Dabei kamen Schurers Positionen zu gut einem Dutzend Themen von CETA bis Altersarmut zur Sprache. Regional von Bedeutung dabei: Nach Schurers Einschätzung ist der autobahngleiche Ausbau der B 15 noch lange nicht vom Tisch. Einer dritten Startbahn erteilte er eine klare Absage. Und forderte stattdessen endlich einen konsequenten Ausbau des Nahverkehrs rund um den Flughafen. Der Abgeordnete warb für eine engere Zusammenarbeit mit dem Münchner OB Dieter Reiter im Bemühen, im Großraum München gemeinsam günstigen Wohnraum zu schaffen.

Neuer Vorstand:

Die SPD-Bundeswahlkonferenz hat einen eigenen Vorstand. Aus gesundheitlichen Gründen gab Horst Schmidt (Erding) den Posten an der Spitze ab. Neue Vorsitzende wurde Gertrud Eichinger, 3. Landrätin aus Finsing; Stellvertreter: Ebersberger Kreisvorsitzender Thomas Vogt (Zorneding), Martin Kern (Buch am Buchrain) und Daniel Kalteis (Vaterstetten); Kassier: Markus Brennhäuser (Poing), Schriftführerin: Michaela Meister (Dorfen); Beisitzer: Doris Rauscher (Ebersberg), Horst Schmidt, Erwin Hien (Kirchseeon), Elisabeth Platzer (Ebersberg), Ulla Dieckmann (Wörth), Michael Gruber (Wartenberg) und Bianca Poschenrieder (Zorneding).

von Jörg Domke

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