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Vie rgleisig soll es bald von München nach Markt Schwaben – hier der Bahnhof - gehen.

Bahnstrecke München - Markt Schwaben

Ausbau in Etappen

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Nach und nach soll das Großprojekt des viergleisigen Bahnausbaus zwischen München-Ost und Markt Schwaben umgesetzt werden können. Mit einem neuen Gutachten soll zudem die Notwendigkeit einer Verbesserung der Infrastruktur auf der Schiene deutlich gemacht werden.

Laandkreis – Die Veröffentlichung der Studie ist noch für dieses Jahr geplant. Bei der Tagung des IHK-Regionalausschusses in Ebersberg gab es dazu aber schon erste Informationen.

Gerhard Wieland, Referent für den Schienenverkehr bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, fasst die „Engpassfaktoren“ zusammen. Die Realisierung der zweiten Stammstrecke bringe für die S-Bahn zusätzliche Möglichkeiten, aber auch zusätzliche Belastung. Der Erdinger Ringschluss gehe schleppend, aber er gehe voran. Auf der Bahnstrecke über Markt Schwaben werde zusätzlicher Fernverkehr erwartet. Auch die Bevölkerung in der Region wachse. Deshalb müssten, wie schon lange vorgesehen, zwei zusätzliche Gleise gebaut werden. Möglich wären dadurch enorme Fahrzeitverkürzungen, beispielsweise von Poing zum Flughafen oder von Markt Schwaben zur Messe.

Das alles soll in dem neuen Gutachten für den „Flaschenhals“ zwischen Riem und Markt Schwaben überzeugend dargestellt werden. Wichtig sei auch der Vorschlag, das Projekt in Etappen umzusetzen. Hintergrund: Man könne mit einer abgestuften Variante mehr erreichen als mit einer Forderung nach einer großen Lösung, die dann abgelehnt werde. „Jetzt kommt es darauf an, was die Bundesregierung sagt“, so Wieland. Und er hatte zur Finanzierung einen Vorschlag. „Wir brauchen den Schienen-Soli.“

Landrat Robert Niedergesäß betonte, auch mit kleineren Schritten könne man schon viel Entlastung erreichen. In dem aktuellen Gutachten gehe es noch nicht um die genaue Streckenführung. Unter anderen ist aber an eine direkte Anbindung der Messe in Riem gedacht. Die Messe ist auch eine der wichtigen Triebfedern der Initiative „S-Bahn-Bündnis Ost“, dem neben den drei betroffenen Landkreisen auch Kommunen und Wirtschaftsvertreter angehören. Bei der Messe-Anbindung könnten aber Konflikte mit der Gemeinde Feldkirchen (Landkreis München) auftreten, da die Kommune dort, wo möglicherweise die S-Bahn in einer Kurve verlaufen könnte, Bebauung vorgesehen hat. Derzeit würden Gespräche laufen, so Niedergesäß. „Wir versuchen, einen Kompromiss zu finden.“ Die Region brauche die vier Gleise, machte der Landrat deutlich. „Sonst blockiert sich alles.“ In den vergangen zwei Jahren habe das Bündnis schon viel bewegt. „Aber es ist noch ein langer Weg.“ Über konkrete Summen für das Projekt wollte Niedergesäß noch nichts sagen. Es werde alles zusammengerechnet aber wohl einen dreistelligen Millionenbetrag ergeben.

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